CDU im Sommer-Chaos: Jens Spahn, Leihmutterschaft und der „Kipppunkt“ Deutschlands
Während sich Friedrich Merz im Sommerurlaub von den lästigen Wählern erholt, brodelt es in der Union. Der mächtige Fraktionsvorsitzende Jens Spahn überspannt den Bogen endgültig und muss zurücktreten, weil er im Ausland eine Leihmutter dafür bezahlt hat, für ihn und seinen Ehemann ein Kind auszutragen. Roland Tichy analysiert in dieser Ausgabe der „Lage der Nation“ die Unfähigkeit der Union, selbst in der Sommerpause skandalfrei zu bleiben. Denn offenbar lebt kein Spitzenpolitiker der CDU/CSU die Werte der eigenen Partei.
So sehr das Degradieren von Kindern zur Handelsware abzulehnen sei, findet Tichy, hätte Spahn schon viel früher gehen müssen. Als Gesundheitsminister verantwortete er den weit überteuerten Ankauf nicht benötigter FFP2-Masken, die nun für noch mehr Geld vernichtet werden müssen. Ein Skandal, dessen Aufarbeitung die Union bis heute behindert. Und unter Kanzler Friedrich Merz betätige sich Spahn als Wachhund, der die Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion auf dem selbstmörderischen Kurs der Koalition hält.
Um seine Zukunft muss sich Jens Spahn jedoch keine Sorgen machen: Er wird weich fallen, ist sich Roland Tichy sicher. Schlimmstenfalls gründet man eben eine neue Bundesbehörde, die Spahn leiten kann. Es kostet ja nur Steuergeld.