Nach Landshut jetzt auch in der Schweiz: Muslimischer Busfahrer stoppt Bus mit Fahrgästen und rollt Gebetsteppich aus

Medforth AI

Am 8. Juli hielt ein Fahrer der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) mit seinem planmäßigen Bus der Linie 880 in Stäfa an der Haltestelle Frohberg. Die Passagiere und Anwohner waren überrascht, als der VZO-Mitarbeiter nach dem Anhalten selbst ausstieg, um seinen Gebetsteppich vor dem Auto in Richtung Mekka auszubreiten und zu beten. Als Erste hatte die Weltwoche darüber berichtet. Es geht um Sitten, die bei den VZO bislang ungewohnt sind, auch wenn Schweizer Chauffeure beim öffentlichen Unternehmen eine Rarität geworden sind.

Stäfa Haltestelle Frohberg  Google Maps

Die gewundenen Reaktionen der angefragten VZO und des Zürcher Verkehrsverbunden (ZVV) auf dieses Verhalten eines Mitarbeiters eines staatlichen Betriebes sind bezeichnend. Beide Instanzen vermeiden es, eine klare Stellungnahme abzugeben. Es ist geradezu zu spüren, wie unangenehm und beschämend ihnen das Thema ist. Die VZO hebt hervor, dass die Glaubens- und Meinungsfreiheit in der Schweiz respektiert wird. Als wäre diese angezweifelt worden. Religiöse Praktiken während der Arbeit auszuüben, stehe nicht im Einklang mit der Idee und den Vorgaben der VZO. Das war’s. <pphr_outputEine eindeutige Abgrenzung würde anders aussehen. Es fehlt eine Erklärung, dass ein solches Verhalten von Chauffeuren in Zukunft nicht mehr akzeptiert wird. Und dass man dafür sorge, dass es nicht zur Norm werden würde, bei Kursfahrten in diesem Land Gebetsteppiche auszulegen.

{YouTube CC-BY 4.0}

Selbst der ZVV, für den die VZO Fahrten durchführen, weicht dem Thema aus, indem er den Gebetsteppich als Angelegenheit der VZO betrachtet. Die Situation der religiösen Toleranz gegenüber Christen in arabischen Ländern ist allgemein bekannt. In Deutschland, wie zum Beispiel in Landshut, sind mehrere Fälle bekannt, in denen Busfahrer im öffentlichen Verkehr unterwegs hielten, um trotz der wartenden Fahrgäste demonstrativ Allah auf einem Gebetsteppich anzurufen. Es werden dabei auch Verspätungen und Anschlussbrüche akzeptiert. Solche Fälle werden von den großen Medien kaum behandelt. Es ist wohl nicht verkehrt, gezielte Provokationen zu vermuten, die darauf abzielen, dem Islam zu einem immer stärkeren Durchbruch zu verhelfen, insbesondere angesichts des fehlenden Widerstands.

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