Hamburg: Libanese wegen Vergewaltigung zweier Teenager, die er über Snapchat angelockt hatte, zu vier Jahren Haft verurteilt

Symbolbild AI generator

Ein 19-jähriger Libanese wurde wegen schwerer Vergewaltigung zweier Teenagerinnen in einem Treppenhaus eines Hochhauses im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg zu vier Jahren und zehn Monaten Jugendhaft verurteilt.

Das Landgericht Hamburg befand ihn für schuldig, im Januar an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eine 18-jährige Frau und ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt sowie Drohungen und gefährliche Körperverletzung begangen zu haben.

Laut Anklage vereinbarte der Mann über Snapchat Treffen mit seinen beiden Opfern. Am 17. Januar lockte er die 18-Jährige in das neunte Stockwerk eines Treppenhauses, drückte sie gegen eine Wand und drohte ihr mit dem Tod, falls sie sich wehren sollte. Sie wurde zu sexuellen Handlungen gezwungen, bevor sie in ein niedrigeres Stockwerk fliehen konnte, wo sie in ihrer Panik von einem Balkon stürzte und schwere Verletzungen erlitt, die einen wochenlangen Aufenthalt auf der Intensivstation erforderlich machten.

Am nächsten Tag traf er ein 14-jähriges Mädchen im selben Gebäude. Er bedrohte sie mit einer ungeladenen Gaspistole, verlangte ihr Handy und zwang sie zu sexuellen Handlungen, schlug und würgte sie, bevor sie fliehen und die Polizei alarmieren konnte.

Der Prozess fand aufgrund des Alters eines der Opfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der vorsitzende Richter sagte, die Beweislage sei eindeutig und bezeichnete das Verhalten des Mannes als zutiefst beunruhigend. Wie die Welt berichtet, zeigten Nachrichten aus dem Gefängnis, dass der Angeklagte „sich überhaupt nicht um seine Opfer kümmerte”, während das psychologische Gutachten des Gerichts zu dem Schluss kam, dass er unfähig sei, Mitgefühl oder Empathie zu entwickeln.

„Es ist unglaublich zynisch, dass Sie nur 12 Stunden nach dem ersten Verbrechen erneut eine solche Straftat begangen haben“, sagte der Richter zu ihm.

Das Gericht lobte den Angeklagten für sein Geständnis, das den Opfern eine langwierige Konfrontation vor Gericht ersparte. Dennoch weinten beide Mädchen während der Vernehmung heftig und werden voraussichtlich unter einem lang anhaltenden psychologischen Trauma leiden.

Das Gericht hörte, dass der Angeklagte unter schwierigen Umständen aufgewachsen war und sich mit sechs Familienmitgliedern eine Zweizimmerwohnung teilte. Der Richter merkte an, dass dies zwar seine Unreife teilweise erkläre, aber keine Entschuldigung für die Verbrechen sei.

rmx.news