Hamburg: Frau auf dem Weg zur Arbeit bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, geschlagen und getreten; polizeibekannter Afghane wegen versuchten Mord festgenommen

Nachdem ein 21-jähriger Afghane heute Morgen im Hamburger Stadtteil Harburg eine 58-jährige Frau bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und mit Schlägen und Tritten auf sie eingewirkt haben soll, ermittelt nun die Mordkommission (LKA 41).

Den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei zufolge verließ die 58-Jährige ihr Wohnhaus auf dem Weg zur Arbeit und stellte wenig später fest, dass sie von einem Mann verfolgt wurde.

Der Mann trat und schlug unvermittelt auf die Frau ein und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Als die verletzte 58-Jährige wenig später zu sich kam, war der Täter bereits in unbekannte Richtung geflüchtet. Sie begab sich daraufhin zur Anzeigenerstattung zum Polizeikommissariat (PK) 46. Eine Rettungswagenbesatzung transportierte die Frau in ein Krankenhaus.

Während der Sachverhaltsaufnahme riefen Passantinnen und Passanten die Polizei, weil sie einen Mann in Tatortnähe wahrnahmen, der sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Die Einsatzkräfte trafen auf den 21-jährigen Afghanen und nahmen ihn in Gewahrsam. Eine angeforderte Rettungswagenbesatzung transportierte ihn in Begleitung der Polizistinnen und Polizisten in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses.

Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernahm die ersten Ermittlungen am Tatort. Die Beamtinnen und Beamten identifizierten den 21-jährigen Mann, der im selben Mehrfamilienhaus wie die Geschädigte lebt, als Tatverdächtigen. Weil die Tathandlungen potenziell lebensgefährlich waren, besteht der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts.

Die Mordkommission führt nun gemeinsam mit der Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft die andauernden Ermittlungen.

Kurz vor der Tat hatte der Tatverdächtige bereits einen Polizeieinsatz ausgelöst, weil er in seinem Wohnhaus randaliert hatte. Zu diesem Zeitpunkt zeigte er sich gegenüber den Einsatzkräften der Polizei verhaltensauffällig – ein eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten wurde jedoch nicht festgestellt, sodass er in seiner Wohnung verblieb.

Der 21-jährige Afghane wird dem Untersuchungsgefängnis zugeführt, wo ein Haftrichter über den Erlass eines Unterbringungsbefehls entscheiden wird.

Zeuginnen und Zeugen, die im Zusammenhang mit der Tat Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

Presseportal

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