Drogen, migrantische „Grooming-Gangs“ und minderjährige Mädchen: Alarmierende Zustände am Wiener Westbahnhof!

Eine Security-Mitarbeiterin schlägt Alarm: Junge Migranten sollen offensichtlich minderjährige Mädchen mit illegalen Drogen versorgen. Statt konsequenter Maßnahmen müsse sie den Verdächtigen lediglich Hausverbot erteilen. Auch Berichte über Anwerbeversuche an anderen Bahnhöfen und sexuelle Ausbeutung in Wiener Wohnungen werfen schwere Fragen auf.

Westbahnhof macht Anrainern zu schaffen

Der Wiener Westbahnhof ist längst mehr als ein Verkehrsknotenpunkt. Drogenhandel, Suchtgiftkonsum und gewalttätige Auseinandersetzungen beschäftigen Anrainer, Reisende und Sicherheitsbehörden. Doch hinter der Drogenszene könnte sich eine weitere, besonders alarmierende Problematik verbergen: die gezielte Kontaktaufnahme zu minderjährigen Mädchen, die mit illegalen Substanzen angelockt und anschließend sexuell ausgebeutet werden können.

Setzen Migranten Minderjährige unter Drogen?

Eine Security-Mitarbeiterin, die im unmittelbaren Umfeld des Westbahnhofs tätig ist, schilderte gegenüber unzensuriert entsprechende Beobachtungen. Dabei geht es um offensichtlich junge Migranten, die Kontakt zu augenscheinlich minderjährigen, sehr jung wirkenden Mädchen suchten und diese mit illegalen Substanzen versorgen würden – entsprechende Bilder liegen der Redaktion vor.

Was tut die Polizei?

Besonders empört zeigt sich die Sicherheitsmitarbeiterin über die begrenzten Möglichkeiten, gegen solche Vorgänge vorzugehen. Sie kritisiert, dass sie den betreffenden Personen letztlich Hausverbot erteilen müsse, während aus ihrer Sicht von der Polizei keine ausreichenden Konsequenzen gesetzt würden.

Kaum Handhabe gegen mutmaßliche Gangs

Das Problem werde damit jedoch nicht beseitigt. Wer ein Hausverbot erhält, kann sich unter Umständen einfach an einem anderen Ort aufhalten und dort erneut Kontakt zu Jugendlichen suchen. „Es müsste eine erhöhte Polizeipräsenz am Westbahnhof geben und öfters Schwerpunktkontrollen nach Mitternacht“, so die Security-Mitarbeiterin.

Westbahnhof offiziell als Drogenumschlagplatz eingestuft

Dass die Sicherheitsprobleme rund um den Westbahnhof nicht bloß subjektive Wahrnehmungen sind, belegen behördliche Erkenntnisse. Im Juni 2025 widmete die Wiener Polizei dem Bahnhof eine Schwerpunktaktion. Das Innenministerium bezeichnete den Westbahnhof ausdrücklich als einen der Umschlagplätze des Drogenhandels. Immer wieder komme es dort auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Verletzten.

Die Dimension der Kontrollen war erheblich: Allein in Wien wurden laut Innenministerium seit Jahresbeginn bereits 2.192 Schwerpunktaktionen durchgeführt. Dabei kam es zu 198 Festnahmen, darunter 30 Minderjährige. Waffen, Bargeld und Drogen wurden sichergestellt.

Drogenhandel nimmt zu

Auch Anrainer berichteten im November 2025 gegenüber dem ORF von zunehmenden Problemen. In der Umgebung des Bahnhofs würden sich Drogenabhängige aufhalten, Spritzen hinterlassen und Hauseingänge verunreinigen.

Der Wiener Sucht- und Drogenkoordinator Ewald Lochner bestätigte damals, dass der Drogenhandel am Westbahnhof zuletzt zugenommen habe. Rund um den Gumpendorfer Gürtel und teilweise am Westbahnhof komme es infolge des Handels vermehrt zum Konsum illegaler Substanzen.

„Grooming-Gangs“ locken Mädchen mit Drogen

Die Salzburger Kinder- und Jugendpsychiaterin Belinda Plattner berichtete im Jänner gegenüber dem ORF von minderjährigen Patientinnen, die am Salzburger Hauptbahnhof von arabischstämmigen jungen Männern angesprochen worden seien. Diese hätten ihnen Drogen angeboten und weitere Rauschmittel in Wien versprochen.

Rausch endet mit sexuellem Missbrauch

Mehrere Mädchen seien anschließend tatsächlich nach Wien gefahren. In Wohnungen im Bezirk Brigittenau hätten sie zunächst Kokain oder Crystal Meth erhalten – offenbar ohne unmittelbare Gegenleistung. Doch die vermeintliche Zuwendung habe sich in ein gefährliches Abhängigkeitsverhältnis verwandelt. Die Mädchen seien teilweise mehrere Tage in den Wohnungen geblieben. In weiterer Folge sei es laut den Schilderungen der Patientinnen zu sexuellem Missbrauch und entwürdigender Behandlung gekommen.

Besonders erschreckend: Die Mädchen hätten teilweise Angst gehabt, Anzeige zu erstatten. Nach Angaben der Psychiaterin sei ihnen in den Wohnungen teilweise sogar der Ausweis abgenommen worden.

Auch Stadt Wien musste reagieren

Die Probleme rund um den Westbahnhof haben inzwischen auch politische Konsequenzen. Seit dem 8. Mai 2026 gilt im öffentlichen Bereich des Westbahnhofs ein Alkoholverbot. Zusätzlich wurde rund um den Fritz-Imhoff-Park bei der U6-Station Gumpendorfer Straße eine Schutzzone eingerichtet.

Dort kann die Polizei unter bestimmten Voraussetzungen Betretungsverbote aussprechen. Ziel ist insbesondere, den Drogenhandel in diesem Bereich einzudämmen und Minderjährige besser zu schützen – die Wirkung von Alkoholverbot und Schutzzone ist jedoch erwartungsgemäß gering. Es stellte sich heraus, dass sich Teile der Drogenszene in benachbarte Bereiche verlagert hatten. Neue Treffpunkte entstanden unter anderem im Minna-Lachs-Park.

Auch am Westbahnhof selbst wurden bis Ende Juli 171 Anzeigen im Zusammenhang mit den dortigen Maßnahmen erstattet.

Politische Fragen zu möglichen Grooming-Strukturen

Die Berichte über die Anwerbung minderjähriger Mädchen haben mittlerweile auch das Parlament erreicht. FPÖ-Mandatare thematisierten heuer mögliche Strukturen, in denen Mädchen durch Drogen gezielt abhängig gemacht und anschließend sexuell ausgebeutet werden sollen.

In einer parlamentarischen Anfrage an SPÖ-Justizministerin Anna Sporrer wurden unter anderem die Zahl entsprechender Anklagen zwischen 2022 und 2025, mögliche überregionale Täterstrukturen sowie Erkenntnisse über gleichartige Fälle in Wien und Linz abgefragt. Dabei ging es auch um eine Betroffene, die gegenüber den Salzburger Nachrichten berichtete, dass sie bereits als Zwölf- beziehungsweise 13-Jährige im Umfeld des Salzburger Bahnhofs von Männern mit Drogen versorgt und anschließend sexuell ausgebeutet worden zu sein.

Justizministerium will kein organisiertes Netzwerk sehen

Die Antworten waren spärlich: Das Justizministerium habe keine österreichweiten Zahlen zu Anklagen oder Verurteilungen, halte den bestehenden Strafrahmen für ausreichend und sehe im Salzburger Fall drei Verfahren wegen Drogendelikten an Minderjährigen, habe aber laut Staatsanwaltschaft keine konkreten Hinweise auf ein organisiertes Netzwerk oder vergleichbare Strukturen in Wien und Linz.

Unzensuriert

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