
Die Mutter der 16-jährigen Liana K., die letzten Monat in Friedland unter einen Zug gestoßen und getötet wurde, hat den deutschen Behörden schwerwiegende Versäumnisse vorgeworfen und gewarnt, dass der Verdächtige nicht der Justiz entkommen darf.
In einem Interview mit der Jungen Freiheit sagte sie, ihre Familie sei von der Alternative für Deutschland (AfD) und dem örtlichen CDU-Bürgermeister unterstützt worden, während die Behörden einem abgelehnten Asylbewerber erlaubt hätten, im Land zu bleiben, und damit mitverantwortlich für ihren Tod seien.
Die Polizei verdächtigt einen 31-jährigen Iraker, die in der Ukraine geborene Liana in den Tod gestoßen zu haben. Sein Asylantrag war im Dezember 2022 gemäß der Dublin-Verordnung abgelehnt worden, da Litauen als sein Einreiseland nach Europa galt und daher für die Bearbeitung seines Asylantrags zuständig war.
Im Februar 2025 wies das Verwaltungsgericht Göttingen seine Berufung zurück und erließ einen vollstreckbaren Ausweisungsbescheid. Trotzdem kam es nie zu einer Abschiebung.
Im Juli 2025 beantragten die Einwanderungsbehörden sogar eine Abschiebehaft, aber das Landgericht Hannover lehnte den Antrag ab und entschied, dass der Antrag fehlerhaft sei. Wochen später war Liana tot.
Der Verdächtige hat angegeben, schizophren zu sein, und wird derzeit in einer psychiatrischen Klinik festgehalten. Lianas Familie befürchtet, dass er, wie bereits mehrere Asylbewerber, die in Europa Straftaten begangen haben, aufgrund seiner psychischen Erkrankung einer Gefängnisstrafe entgehen und für seine Taten nicht strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden könnte.
Ihre Mutter lehnt es ab, dass der Verdächtige aufgrund seiner Schizophrenie für verhandlungsunfähig erklärt werden könnte. „Ich bin mir sicher, dass er seiner Strafe entgehen wird. Nach einer ‚Genesung‘ in einer psychiatrischen Klinik kann er ohne Reue weiterleben und neue Verbrechen begehen – in dem Wissen, dass er beim nächsten Mal nur wieder vorgeben muss, psychisch krank zu sein.“
Sie erinnert sich, wie die Polizei den Vorfall zunächst als Unfall oder Selbstmord bezeichnet hatte, eine Version, die sie nie geglaubt hat. „Liana lebte für die Zukunft. Sie hatte große Ziele und Pläne für ihr Leben“, sagte sie. Ihre Tochter hatte eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin begonnen, spielte Klavier und half bei der Erziehung ihrer jüngeren Brüder, nachdem die Familie 2022 nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine aus Mariupol geflohen war.
Sie wies auch auf das Fehlen von Überwachungskameras am Bahnhof Friedland hin und forderte die Installation von Kameras, um künftige Verbrechen zu verhindern und aufzuklären.
Auf der Suche nach Antworten wandte sie sich an Politiker. „Es war mir egal, welche Partei sich meine Anliegen anhörte – wichtig war mir nur, dass ich nicht im Regen stehen gelassen wurde. Die AfD öffnete mir die Tür, hörte mir zu, nahm meine Anliegen ernst und unterstützt uns bis heute“, sagte sie und dankte auch der CDU und dem Bürgermeister von Geisleden, Markus Janitzki, für die Organisation einer Spendenaktion zur Finanzierung von Lianas Beerdigung.
„Die Polizei hat den Verdächtigen zwar gefasst, aber der Täter sollte nicht in eine psychiatrische Klinik eingewiesen oder einfach in sein Heimatland zurückgeschickt werden. Ich möchte, dass er in Untersuchungshaft bleibt und seine Strafe verbüßt. Ich möchte Gerechtigkeit“, fügte sie hinzu.