
Eigentlich ist Gelnhausen eine beschauliche Kleinstadt in Hessen. Die Betonung liegt auf eigentlich. Denn was sich in der etwa 23.000 Einwohner zählenden Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises am 22. Juni abspielte, ist alles andere als beschaulich. Im dortigen Freibad wurden neun Mädchen im Alter von elf bis 17 Jahren von vier Syrern sexuell belästigt.
Und noch schlimmer ist die Verharmlosung des Angriffs auf die sexuelle Integrität der Opfer durch die Politik, konkret durch Bürgermeister Christian Litzinger. Der CDU-Mann quasi entschuldigend die derzeit herrschenden hohen Temperaturen verantwortlich: „Bei hohen Temperaturen liegen die Gemüter manchmal blank“, sagte er in einem Interview. Auch sprach Litzinger davon, dass „alle vier Männer aus einer Familie aus dem Main-Kinzig-Kreis stammen“. Dass es sich um Syrer handelt, verschwieg er hingegen.
Anders sah die Sache Litzingers Parteifreund Roman Poseck. Gegenüber „Welt TV“ sagte Hessens Innenminister, es handle sich um „schwerwiegende Vorkommnisse“, die „unerträglich“ seien und die man „sehr ernst nehmen“ müsse.
Außerdem erklärte Bürgermeister Litzinger, die sexuellen Belästigungen seien der erste Vorfall dieser Art gewesen: „Davor beschränkte es sich auf kleinere Diebstähle oder Beleidigungen. Von daher hätten wir hier mit so etwas nie gerechnet.“ Nun, auch kleinere Diebstähle sind strafbare Handlungen und stellen eine Missachtung der im Gastland Deutschland geltenden Regeln dar, was bereits Grund genug für eine Abschiebung der Syrer gewesen wäre.
CDU-Bürgermeister verharmlost sexuelle Gewalt durch Syrer – Zur Zeit