
Wer die Mainstreammedien konsumiert, kommt rasch zu dem Schluss, dass eine nicht zu übersehende Linkslastigkeit vorherrscht. Das betrifft nicht nur Österreich, sondern auch Deutschland. Ist in der Alpenrepublik die FPÖ das Feindbild der Medien, so ist es in der Bundesrepublik die AfD. Gerechtfertigt wird das Überbordwerfen des journalistischen Grundsatzes der Objektivität in der Regel mit einer nicht näher definierten „Haltung“.
Wie sehr sich Mainstreammedien vom Journalismus, der diesen Begriff auch verdient, entfernt haben, bestätigte nun Marion Horn. In einem Interview mit dem Mediendienst Kress gab die „Bild“-Chefredakteurin freimütig zu: „In meinem Büro hängt ein Poster. Da zieht so ein Sportflugzeug eine Werbung hinter sich her. Darauf steht: ‚Fuck AfD‘. Das ist meine Haltung.“ „Fuck AfD“ bringt eine Verachtung gegenüber jener demokratisch legitimierten Partei zu Ausdruck, die aus der letzten Bundestagswahl als zweitstärkste Kraft hervorgegangen ist und nunmehr in Umfragen mit klarem Vorsprung an erster Stelle liegt. Und wenn Horn das Poster in ihrem Büro aufhängt, gibt sie damit auch indirekt zu verstehen, dass sie sich bei ihrer journalistischen Arbeit von dieser „Haltung“ leiten lässt. Und ganz nebenbei. Der Spruch „Fuck AfD“ ist auf Spruchbändern immer wieder bei linksextremen Kundgebungen zu sehen, bei denen die gewaltbereite Schlägertruppe Antifa Straftaten verübt.
Im Interview gab Horn auch zu unjournalistisch zu sein. Konkret sagte sie: „Ich sage selbstkritisch: Möchte ich, dass es auch nur ein Foto von mir mit Frau Weidel gibt? Nein. Ist das unjournalistisch? Leider ja.“ Angesichts dieses Geständnisses überrascht es nicht weiter, dass der Mainstreamjournalismus an Vertrauen und damit an Lesern zu Zusehern verliert.