
Neuköllner – Own work, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=164770015
Ein bekanntes Berliner Universitätskrankenhaus steht unter Beschuss, nachdem eine muslimische Studentengruppe auf dem Campus geschlechtergetrennte Veranstaltungen abgehalten hat, was erneut Anlass zur Sorge über die wachsende Toleranz gegenüber illiberalen Praktiken an deutschen Universitäten gibt. An den Veranstaltungen, die in der renommierten Universitätsklinik Charité stattfanden, war eine muslimische Studentengruppe namens Medislam Collective beteiligt. Männer saßen auf der einen Seite des Raumes, Frauen auf der anderen – ohne Ausnahmen. In der Zwischenzeit hat die Universität geschwiegen.
Weder die islamische Gruppe noch die Charité-Verwaltung waren bereit zu klären, ob es sich bei der Segregation um eine freie Entscheidung oder um eine auferlegte Regel handelt. Während ähnliche Praktiken an anderen deutschen Universitäten von den Organisatoren bisweilen als „spontan“ oder „freiwillig“ bezeichnet wurden, könnte das Schweigen der Charité als eine stillschweigende Form der Zustimmung gewertet werden.
Dies ist nicht das erste Mal, dass so etwas in Deutschland passiert. Anfang Mai fand an der Universität Kiel eine umstrittene „Islamwoche“ statt, die ebenfalls von einer muslimischen Studentengruppe organisiert wurde. Zeugenaussagen zufolge mussten Männer und Frauen unterschiedliche Eingänge benutzen und getrennt sitzen, wobei Frauen in die hinteren Reihen des Hörsaals verwiesen wurden. Außerdem wurden antisemitische Aufkleber gesichtet, und ein Redner mit Verbindungen zum Salafismus nahm an der Veranstaltung teil. Die öffentliche Empörung war groß, doch die offiziellen Maßnahmen kamen zu spät. Erst auf politischen Druck, insbesondere von CDU und FDP, wurde angekündigt, dass der Bildungsausschuss des Landtags den Fall am 10. Juli behandeln wird.
In Berlin setzt das Medislam-Kollektiv derweil weiterhin auf offen ausgrenzende Aktivitäten. Im Juni organisierten sie zum Beispiel einen „Aktionstag für Brüder“ mit Sport und einem Picknick. In einem anderen Social-Media-Post wurden nur Frauen zu einem islamischen Kalligrafie-Workshop eingeladen. Im November organisierten sie eine Veranstaltung mit dem Titel ‚Run for Gaza‘”, deren Erlös an Asunya gehen sollte, eine Organisation, die nach eigenen Angaben humanitäre Hilfe für Gaza leistet. Die Veranstaltung beinhaltete eine Rede des Influencers Abed Hassan, der dafür bekannt ist, dass er die von der Hamas am 7. Oktober 2023 begangenen Gräueltaten öffentlich herunterspielt und sie als „unbewiesen“ bezeichnet. Einmal mehr weigerte sich die Charité, Fragen von Journalisten zu beantworten.
Diese Situation hat Bedenken hinsichtlich einer möglichen Doppelmoral geweckt. Das Kieler Rektorat erklärte, dass es sich „klar von Inhalten distanziert, die den Werten der Universität widersprechen“. In der Realität greifen solche Aussagen jedoch zu kurz. Wie der Politiker Wolfgang Bosbach warnte, kann man nicht „Extremismus unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit fördern“.
Berlin University Hospital Silent on Islamic Segregation ━ The European Conservative