Angeblich „rassistischer“ Vorfall löst sich in Schall und Rauch auf – Posse um Fahrt einer Berliner Schulklasse nach Greifswald

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Der linksliberale Berliner „Tagesspiegel“ – vergleichbar dem Wiener „Standard“ – versuchte in den letzten Tagen einen „rassistischen“ Vorfall zu konstruieren. Eine Schulklasse aus Berlin-Kreuzberg mit einem Anteil von sage und schreibe 80 Prozent Migrationshintergrund unternahm eine Klassenfahrt nach Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Aus Kreuzberg wurden dann schwere Vorwürfe von Eltern erhoben: Statt Hilfe zu erhalten, „wurden unsere Kinder fünf Tage lang beleidigt und beschimpft“, klagt eine Mutter.

Den Berliner Grünen war die Angelegenheit willkommen. Der Berliner Grünen-Abgeordnete Ario Mirzaie, Sprecher für „Strategien gegen Rechts“: „Solche Übergriffe sind keine Kavaliersdelikte, sondern bewusste Einschüchterungsversuche, die immer mit Gewaltandrohung einhergehen. Die Politik in Berlin und Brandenburg muss dringend Antworten geben auf das Erstarken des Rechtsextremismus unter Kindern und Jugendlichen.“ Eine Sprecherin der Berliner Senatsbildungsverwaltung erklärte, die zuständige Schulrätin in Friedrichshain-Kreuzberg stehe in engem Austausch mit der Schulleitung. „Unterstützungsangebote wurden bereits unterbreitet, und die Schule wird Kontakt zur Antidiskriminierungsbeauftragten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie aufnehmen.“

Rasch wurden auch Behauptungen vom Zeigen des „Hitlergrußes“ erhoben. Die Betreiber der Unterkunft in Greifswald haben während des Aufenthalts der Schüler nichts von den Vorkommnissen mitbekommen. Erst am Dienstag habe sich ein Lehrer der Berliner Klasse gemeldet und sein Gedächtnisprotokoll geschickt, sagte der Geschäftsführer. Das brandenburgische Bildungsministerium teilte nach der bisherigen Prüfung der Vorfälle mit, es sei auf beiden Seiten zu Beschimpfungen und extremistischen Äußerungen gekommen. Zudem brauche eine sorgfältige Klärung Zeit. Das Bildungsressort teilte weiter mit, der Träger der freien Oberschule in Doberlug-Kirchhain habe dem Staatlichen Schulamt Cottbus bestätigt, dass es einen Vorfall gegeben habe. „Die Darstellung ergab ein differenzierteres Bild als in der medialen Berichterstattung.“

Offenbar sieht vieles anders aus, wenn es durch die Brille von „Tagesspiegel“-Schreibern gesehen wird. Vielleicht sind die Konflikte dadurch entstanden, dass die Kreuzberger in Greifswald nicht „Kreuzberger Verhältnisse“ vorfanden. So forderte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) unlängst eine Migrantenobergrenze an deutschen Schulen. „Ich finde, da macht es immer Sinn, sich die Erfahrungen aus anderen Ländern anzugucken, ob das 30 Prozent oder 40 Prozent dann am Ende sind.“

Hier betrug die von Frau Prien geforderte Quote glatt das Doppelte. Einige Tage zuvor mobbten moslemische Kinder an einer Berliner Schule einen homosexuellen Lehrer. Einer der Schüler wurde mit den Worten zitiert: „Der Islam ist hier der Chef.“ Kaum hatte die eigentlich linke CDU-Politikerin mal etwas Vernünftiges gesagt, mussten die Forderungen wieder eingepackt werden. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD) lehnt eine Begrenzung des Anteils von Kindern mit Migrationshintergrund an Schulen ab. „Deutschland braucht keine Quote im Klassenzimmer“.

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