AfD ist bei bestimmten Migrantengruppen die beliebteste Partei

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In einer aktuellen Umfrage des renommierten Forsa-Instituts für RTL/ntv liegt die AfD bereits bei 27 Prozent und damit um drei Prozentpunkte vor CDU und CSU. Immer mehr Wähler in der Bundesrepublik wünschen sich also grundlegende Veränderungen, und zwar sowohl Wähler mit Migrationshintergrund als auch Wähler ohne Migrationshintergrund. Denn eine aktuelle Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), der Parteistiftung der CDU, hält fest: „Die AfD und das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht, Anm.) werden deutlich überdurchschnittlich von Deutschen mit Migrationshintergrund gewählt.“

Aufschlussreich ist die zeitliche Entwicklung. Hatten 2015 nur drei Prozent der Wähler mit Migrationshintergrund die Absicht, der AfD ihre Stimme zu geben, sind es 2025 stolze 19 Prozent. Und selbst 14 Prozent der Ausländer würden, wenn sie wahlberechtigt wären, die AfD wählen.

Was das Wahlverhalten betrifft, bestehen zwischen den einzelnen Migrantengruppen erhebliche Unterschiede. Laut KAS-Studie würden nur acht Prozent der Türken bzw. eingebürgerten Türken die AfD wählen und von den Russischstämmigen 14 Prozent. Hingegen hat ein Drittel (33 Prozent) der Polen bzw. Polnischstämmigen die Absicht, der AfD ihre Stimme zu geben, und bei den Spätaussiedlern sind es 31 Prozent. Spätaussiedler sind Menschen deutscher Abstammung, die ab 1993 – meist aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion – in die Bundesrepublik Deutschland zogen. Bei Polnischstämmigen und Spätaussiedlern ist die AfD sogar die beliebteste Partei.

Die Studie der CDU-Parteistiftung bringt wichtige Erkenntnisse: Die AfD ist keineswegs eine Partei, die (fast) ausschließlich von „Biodeutschen“ gewählt wird. Dass sie bei Personen mit Migrationshintergrund durchaus beliebt ist, widerlegt die Behauptung, dass diese Partei ausländerfeindlich sei.

Und aus der großen Diskrepanz bei der Wahlabsicht zwischen Personen mit polnischem und Personen mit türkischem Migrationshintergrund wird deutlich, welchen Einfluss der kulturelle Hintergrund von Einwanderern hat. Zwischen Deutschen und Polen bestehen nur geringe kulturelle Unterschiede, und polnische Einwanderer sind bereit, sich zu assimilieren. Hingegen haben die in Deutschland lebenden Türken einen islamischen Hintergrund, und bei dieser Migrantengruppe besteht häufig die Tendenz zur Absonderung und Bildung von Parallelgesellschaften.

AfD ist bei bestimmten Migrantengruppen die beliebteste Partei – Zur Zeit