
In Wien zeigt sich eindrucksvoll, dass linke Kuschelpädagogik einfach nicht funktioniert. Konkret geht es um die umstrittene sogenannte „Auszeit-WG“, in der strafunmündige Intensivtäter für einen Zeitraum von maximal zwölf Wochen in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht werden können, um sie dort zu therapieren. Seitens des Betreibers heißt es – natürlich in politisch-korrekter Gendersprache –, die „Kund:innen“ würden im Verlauf der Betreuung unter anderem „durch positive soziale Kontakte eine Erweiterung ihres ursprünglich Oft sehr kleinen sozialen Netzes“ erleben und „ihr Verhaltensrepertoire erweitern und destruktives Verhalten ersetzen“.
Ein laut Medienberichten 13-jähriger Syrer, der zigfach wegen Raubüberfällen vorgemerkt ist, scheint von diesem Sozialarbeitergeschwurbel wenig beeindruckt zu sein. Denn er gab am Nationalfeiertag gegenüber den Betreuern an, Schmerzen zu haben, worauf er von der Rettung ins Donauspital gebracht wurde – und von dort verschwand und untertauchte.
Die Wiener Freiheitlichen, die der Auszeit WG von Anfang an ablehnend gegenüberstanden, sehen sich in ihrer Kritik bestätigt. „Mittlerweile führen schon straffällige Kinder unseren Rechtsstaat am Gängelband“, so Parteichef Dominik Nepp, für den der Fall auch eine Bankrotterklärung für die Sicherheitspolitik der rot-pinken Stadtregierung ist.
„NEOS-Desaster-Stadträtin Emmerling hat ihre Auszeit-WG als große Antwort auf die ausufernde Jugendkriminalität verkauft. Statt wirksamer Konsequenzen gibt es teure pädagogische Experimente, während die grundlegenden rechtlichen Probleme ungelöst bleiben. Bürgermeister Ludwig sieht diesem Versagen dabei tatenlos zu“, kritisierte Nepp, der die FPÖ-Forderungen nach Senkung der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre und konsequenter Remigration bekräftigte.