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Von 147 Personen, die 2025 in Österreich wegen Vergewaltigung Minderjähriger verurteilt wurden, waren 78 Ausländer – das entspricht 53 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Mandatar Harald Schuh an SPÖ-Justizministerin Anna Sporrer.
Syrer und Afghanen stark vertreten
Unter den 78 verurteilten Ausländern waren laut Anfragebeantwortung 18 Syrer und elf Afghanen. Jeweils sechs kamen aus Polen und Rumänien, drei aus dem Irak. Die Zahlen sagen allerdings nichts darüber aus, wie viele der Betroffenen einen Migrationshintergrund besitzen. Entscheidend ist hier nur die Staatsangehörigkeit zum Zeitpunkt der Erfassung.
Auch bei den Anzeigen bleibt die Zahl hoch
Der Blick auf sämtliche Vergewaltigungsanzeigen zeigt ebenfalls eine hohe Belastung. Die Polizei registrierte 2025 insgesamt 1.275 Fälle. Das waren zwar 5,9 Prozent weniger als 2024, als 1.355 Anzeigen gezählt wurden, zugleich liegt der Wert deutlich über den Zahlen vieler Jahre zuvor. Die Aufklärungsquote betrug 83,2 Prozent. Im Zehnjahresvergleich ist damit weiterhin ein deutlicher Anstieg zu erkennen.
FPÖ fordert härteren Kurs
Harald Schuh nutzt die Zahlen für eine deutliche politische Forderung. Der FPÖ-Abgeordnete verlangt einen „sofortigen Asylstopp und konsequente Abschiebung von Straftätern“. Zugleich betonte er, dass die Zahlen nicht zu einer „Pauschalverurteilung“ führen dürften, sondern politischen Verantwortlichen die Realität vor Augen führen sollten.
Auch bei den Strafen sieht Schuh Handlungsbedarf. Nach den Justizdaten befanden sich von den 147 im Vorjahr Verurteilten 128 im Gefängnis. Bei den übrigen Fällen wurden unter anderem Geldstrafen, Einweisungen, bedingte Haftstrafen oder Schuldsprüche unter Vorbehalt einer Strafe verhängt.