Wird es am Samstag einen neuen Ansturm von Migranten auf Ceuta geben?

Nur zwei Wochen nach dem massiven Zustrom von zehntausenden Migranten nach Ceuta bereitet sich die spanische Nordafrika-Exklave an der marokkanischen Mittelmeerküste am Samstag auf einen weiteren Ansturm vor. Manche spanische Medien vermuten sogar, dass dieser wahrscheinlich schon in der Nacht von diesem Freitag auf den Samstagmorgen stattfinden könnte.

Es gibt die Vermutung, dass die Menschen am Samstag den typischen Morgennebel in Ceuta ausnutzen könnten, um die Grenzzäune und Wellenbrecher zu überwinden und so nach Spanien und in die Europäische Union zu gelangen. Fest steht: Seit mehr als einer Woche motivieren soziale Netzwerke die Jugend Marokkos dazu, am 15. Im August einen weiteren Versuch zu wagen, über Ceuta auf das spanische Festland zu gelangen. Spanische Medien berichteten von ihrem Zugang zu Plattformen und Whatsapp-Gruppen, in denen sich am Samstag erneut Zehntausende in der marokkanischen Grenzstadt Fnideq verabredeten. Die marokkanischen Behörden haben in den letzten Tagen einen verstärkten Zustrom von Jugendlichen an Bahnhöfen mit Zielen in der Nähe der beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla festgestellt und die Kontrollen auf diesen Routen verschärft.

Offenbar nahm die marokkanische Polizei schon am Mittwoch mehrere Personen fest, die verdächtigt werden, im Internet zur Mobilisierung von Personen, die migrieren wollen, beigetragen zu haben. Spanien und Marokko betrachten die Aufrufe in sozialen Medien als sehr ernst. Bereits Ende Juli trugen Sie die Verantwortung dafür, dass bis zu 80.000 vorwiegend junge Marokkaner sich auf den Weg nach Ceuta machten. Rund 1.600 Sicherheitskräfte patrouillieren derzeit in Spanien an der sensiblen Außengrenze der EU. Über 300 zusätzliche Beamte von Spezialeinheiten wurden vom Festland für die voraussichtlichen Rückführungen geschickt.

Sogar Fachkräfte der spanischen Brigade zur Bekämpfung des Terrorismus sind vor Ort. Es liegen zwar keine Indizien vor, dass jihadistische Gruppen den möglicherweise bevorstehenden Anstieg von Migranten ausnutzen könnten, um Mitglieder ihrer Organisation nach Ceuta einzuschleusen. Aus dem spanischen Innenministerium wurde mitgeteilt, dass man „die Lage aber aufmerksam beobachte und alle Einreisenden im Auge behalte“.

Eine Fregatte der spanischen Marine sowie Taucher der Guardia Civil unterstützen bei der Absicherung des Seewegs. Er ist von besonderer Bedeutung. Außerdem erfolgte eine Verstärkung der schwimmenden Grenzbarriere, die erst in der vergangenen Woche installiert wurde. Obwohl die Barriere bis zu 500 Meter ins Meer hineinragt und nur 70 Zentimeter hoch ist, kann sie die Migranten kaum daran hindern, von der marokkanischen Seite nach Ceuta zu schwimmen. Die mobile Grenzstruktur habe jedoch einen wesentlichen juristischen Aspekt im Hinblick auf die in Ceuta üblichen „Pushbacks“, betont die spanische Migrationsexpertin Sonia Martínez.

„Abgesehen von zahlreichen Fake News über ein mögliches Bleiberecht war ein Urteil des Obersten Gerichtshofes einer der Auslöser für den letzten massiven Grenzüberschritt. „Dieses Urteil untersagt direkte Rückführungen nach Marokko, wenn Migranten über den Seeweg schwimmend Ceuta erreichen, ohne ein Grenzelement zu überwinden“, erklärte Martínez im Gespräch mit der APA.

Während Ceuta und Spanien sich am Samstag auf einen neuen Ansturm von Migranten vorbereiteten, verstärkte Rabat diesmal auch den Grenzschutz auf der marokkanischen Seite. Bereits hunderte von Soldaten patrouillieren in Fnideq und in den an Ceuta angrenzenden Bergen sowie an den Grenzposten. In den letzten Tagen haben marokkanische Grenzbeamte die Grenzzäune im Hinblick auf den Samstag mit zusätzlichem Stacheldraht verstärkt. Rachid el Jalfi, Sprecher des marokkanischen Innenministeriums, erklärte bereits am Mittwoch: „Es wurden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um jeden Versuch eines illegalen Grenzübertritts zu verhindern und jeden, der daran teilnehmen will, abzufangen.“ Die Ende Juli einsetzende Welle von Migranten führte in Europa nicht nur zu einer Diskussion über den Schutz der Außengrenzen der EU und Spaniens Verantwortung. Auch in Rabat war der Druck spürbar.

Während Ceuta und Spanien sich am Samstag auf einen neuen Ansturm von Migranten vorbereiteten, verstärkte Rabat diesmal auch den Grenzschutz auf der marokkanischen Seite. Bereits hunderte von Soldaten patrouillieren in Fnideq und in den an Ceuta angrenzenden Bergen sowie an den Grenzposten. In den letzten Tagen haben marokkanische Grenzbeamte die Grenzzäune im Hinblick auf den Samstag mit zusätzlichem Stacheldraht verstärkt. Rachid el Jalfi, Sprecher des marokkanischen Innenministeriums, erklärte bereits am Mittwoch: „Es wurden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um jeden Versuch eines illegalen Grenzübertritts zu verhindern und jeden, der daran teilnehmen will, abzufangen.“ Die Ende Juli einsetzende Welle von Migranten führte in Europa nicht nur zu einer Diskussion über den Schutz der Außengrenzen der EU und Spaniens Verantwortung. Auch in Rabat war der Druck spürbar.

Die vielen Todesopfer beim letzten Ansturm von Migranten verstärkten jedoch selbst innenpolitisch den Druck auf das autoritär regierte Marokko. In den sozialen Medien beginnen bereits Diskussionen über die Möglichkeit, den Ansturm angesichts der derzeit verstärkten Militär- und Polizeipräsenz besser auf den 18. oder 23. August zu verlegen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *