Täter mehrheitlich Ausländer: Zahl der christenfeindlichen Straftaten explodiert

Medforth AI

Die Zahl christenfeindlicher Delikte ist in Österreich im Jahr 2025 spürbar gestiegen. Laut dem aktuellen “Hate Crime 2025”-Bericht des Innenministeriums wurden 133 entsprechende Vorurteilsmotive registriert – ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Christenfeindlichkeit macht damit rund 19 Prozent aller religiös motivierten Straftaten aus.

Christen besonders betroffen

Insgesamt erfasste die Polizei 6.751 vorurteilsmotivierte Straftaten. Religiöse Feindlichkeit stellt dabei das dritthäufigste Tatmotiv nach “Weltanschauung” sowie “nationaler oder ethnischer Herkunft” dar. Innerhalb der 696 Straftaten liegen christenfeindliche Taten an dritter Stelle, während andere Religionsgemeinschaften mit 52 Fällen (sieben Prozent) deutlich seltener betroffen sind.

Kirchen, Friedhöfe und Denkmäler im Visier

Ein Schwerpunkt christenfeindlicher Straftaten lag 2025 auf Angriffen gegen religiöse Einrichtungen. Von insgesamt 21 registrierten Vorfällen an Sakralstätten entfielen zwölf auf christliche Ziele wie Kirchen, Friedhöfe oder Denkmäler. Diese Taten äußerten sich überwiegend in Form schwerer Sachbeschädigung.

Christen-Hasser sind jung und migrantisch

Bei den Tatverdächtigen zeigt sich im Bereich der Christenfeindlichkeit eine vergleichsweise junge Altersstruktur. Besonders häufig wurden Jugendliche zwischen 14 und unter 18 Jahren registriert; 27 Tatverdächtige entfielen auf diese Gruppe. In anderen Bereichen religiöser Feindlichkeit dominieren hingegen ältere Altersgruppen.

Auch bei der Staatsbürgerschaft bestehen Unterschiede: Während der Anteil ausländischer Tatverdächtiger bei Hate Crimes insgesamt 28 Prozent beträgt, liegt er bei christenfeindlichen Delikten bei 57 Prozent. Sogar bei “muslimfeindlichen” Taten liegt dieser Anteil bei 43 Prozent.

Antisemitismus vor allem im Netz

“Antimoslemische” Straftaten ereignen sich laut Bericht vor allem im öffentlichen Raum, wo 69 Vorfälle registriert wurden. Antisemitische Delikte treten hingegen häufig im Internet auf: Mehr als ein Drittel der Fälle – konkret 94 – wurde online als Hassposting oder durch die Gutheißung terroristischer Straftaten begangen.

Meiste “Hate”-Delikte in Vorarlberg

Die Gesamtbelastung durch Hate Crime blieb mit 80 Vorurteilsmotiven pro 100.000 Einwohnern stabil. Regional verzeichnete Vorarlberg mit 148 Motiven pro 100.000 Einwohnern die höchste Rate, Tirol mit 51 die niedrigste. Die Aufklärungsquote lag bei 71 Prozent und damit deutlich über jener der Gesamtkriminalität (53,6 Prozent).

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