Am 22. Juli führte ein randalierender Mann in Dortmund zu einem größeren Polizeieinsatz. Der Tatverdächtige griff Zugbegleiter an, beschädigte einen Zug und leistete bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand.
Gegen 23:00 Uhr wurde der türkische Staatsangehörige am Bahnhof Dortmund-Dorstfeld (Gleis 3) aufgrund seines aggressiven und randalierenden Verhaltens durch den Zugbegleiter aus einer S-Bahn der Linie S2 verwiesen. Der 44-Jährige erzwang sich jedoch mithilfe eines körperlichen Angriffs, einem gezielten Tritt in Richtung des Bahnmitarbeiters, wieder den Zutritt zum Zug. Im Fahrzeug schleuderte der Beschuldigte schließlich eine Glasflasche gezielt auf den Zugbegleiter. Durch ein schnelles Wegdrehen konnte dieser einem direkten Treffer ausweichen, zog sich dabei jedoch eine Verletzung am Unterarm zu. Im Anschluss verließ der Wohnungslose den Zug und begab sich in den Gleisbereich, um Schottersteine aus dem Gleisbett aufzunehmen. Diese warf er gegen die Seite des Führerstands, wodurch Lackschäden am Fahrzeug entstanden. Daraufhin flüchtete er vom Tatort. Eine umgehend eingeleitete Nahbereichsfahndung der Bundespolizei führte wenig später zum Erfolg: Der Flüchtige konnte in einer weiteren S2 am Haltepunkt Dortmund-Westerfilde (Gleis 3, Fahrtrichtung Herne) lokalisiert werden. Dort verhielt er sich gegenüber Reisenden erneut verbal hochgradig aggressiv sowie unkooperativ und bedrohte das Bahnpersonal. Die mit Sonder- und Wegerechten angefahrenen Einsatzkräfte forderten den Aggressor auf, sich auf den Boden zu legen. Da der Aggressor dieser Anweisung nicht nachkam, führten die Beamten ihn zu Boden. Hierbei leistete der 44-Jährige in steigender Intensität Widerstand, indem er sich sperrte und versuchte, seinen Arm loszureißen. Erst unter Einsatz von Zwang konnten ihm Handfesseln angelegt werden. Da er sich weiterhin extrem unkooperativ zeigte und sperrte, mussten zusätzlich seine Beine fixiert werden. Auch während des anschließenden Transports im Dienstfahrzeug versuchte der Türke, sich aus den Fesseln zu befreien und mit den Beinen um sich zu treten, was von den Einsatzkräften unterbunden werden konnte. Auf der Dienststelle ergab ein durchgeführter Atemalkoholtest einen Wert von ca. 1,2 Promille. Nach der mündlichen Belehrung und der Identitätsfeststellung führten ihn die Beamten zur Verhinderung weiterer Straftaten dem zentralen Polizeigewahrsam in Dortmund zu. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, unbefugten Betretens von Bahnanlagen, Sachbeschädigung, Bedrohung sowie Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.
