Dem Burkini zuliebe ? Kritik an Frauenbadetag in Salurn

Die Freiheitlichen nehmen die Einführung eines Frauenbadetages im Lido von Salurn zum Anlass, erneut eine Verschärfung der Integrationspolitik in Südtirol zu fordern. Anlass der Kritik ist die Regelung, wonach das Schwimmbad einmal pro Woche ausschließlich Frauen offensteht und dabei auch islamische Frauen mit Vollverschleierung zugelassen werden.

Der Obmann der Freiheitlichen, Roland Stauder, sieht in der Maßnahme ein weiteres Zeichen für eine gescheiterte Integrationspolitik. Er erklärt, seine Partei habe bereits seit Jahrzehnten vor einer zunehmenden Überfremdung Südtirols gewarnt. Das Fehlen eines wirksamen Integrationsgesetzes habe dazu beigetragen, dass sich gesellschaftliche Entwicklungen verstärkt hätten, die nun sichtbar würden.

Besonders kritisch bewertet Stauder die Möglichkeit, dass vollverschleierte muslimische Frauen das Schwimmbad während des Frauenbadetages nutzen können. Nach Ansicht der Freiheitlichen würden derartige Regelungen ein Frauenbild fördern, das auf Unterdrückung, Verschleierung und Zwang beruhe. Zugleich übt die Partei von Landesrätin Ulli Mair scharfe Kritik an linken und feministischen Gruppierungen. Diese würden, so Stauder, problematische Entwicklungen im Zusammenhang mit dem politischen Islam verharmlosen oder ignorieren, während sie gegenüber einheimischen Männern deutlich kritischer aufträten.

Die Freiheitlichen sprechen sich stattdessen für ein Integrationskonzept aus, das stärker auf verbindliche Anforderungen an Zuwanderer setzt. Zudem fordert die Regierungspartei eine Überprüfung jener Integrationsprojekte und -konzepte, die in Südtirol mit öffentlichen Mitteln gefördert werden.

UnserTirol24

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