SPD-Spitzenkandidat Stoch schickt seinen Chauffeur zum Delikatessen-Kauf nach Frankreich; zuvor machte der Luxus-Genosse noch Wahlkampf mit bedürftigen Menschen

Quelle Symbolbild KI

Der SPD-Spitzenkandidat für Baden-Württemberg, Andreas Stoch, zeigt im Wahlkampf vor laufender Kamera, wie weit die eigene Lebensrealität von der der „kleinen Leute“ entfernt ist. Erst gibt er sich beim Tafel-Besuch als mitfühlender Anwalt der Bedürftigen, dann schickt er – ohne mit der Wimper zu zucken – seinen Chauffeur über die Grenze, um französische Feinkost zu besorgen.
 In einer Reportage begleitet der WDR SPD-Spitzenkandidat Stoch auf Wahlkampftour durchs Ländle. Stoch gibt sich menschlich und nahbar, erzählt von privaten Hobbys und Essvorlieben. Doch eine vielsagende Szene dürfte dem Genossen schwer auf die Füße fallen.

Kaum hat sich Stoch in Brühl bei den Tafel-Mitarbeitern und Bedürftigen bodenständig gegeben, sieht man ihn auf dem Parkplatz an seinem Dienstwagen stehen. Seinen Fahrer weist er mit einem privaten Auftrag an: „Schick mir ein Bild von der Auslage, dann sag ich dir, was du mir bringst.“ Während der nächste Termin in Baden-Baden ansteht, soll der Chauffeur die Zeit nutzen und nach Frankreich zum Metzger fahren. Genosse Stoch mit Chauffeur findet das ganz normal, Dienstliches mit Privatluxus zu verbinden.

Der Luxus-Genosse erklärt sich freimütig

Auf Nachfrage macht er aus seiner Vorliebe keinen Hehl: „Wenn wir schon mal im schönen Baden-Baden sind, nutze ich das gerne, um beim Metzger gleich drüben in Frankreich gut einzukaufen.“ Besonders schwärmt er von pâté de campagne und einer „schönen Enten-Pastete“ – „das ist was Herrliches“. Dazu kämen frisches Baguette und gute Wurstwaren, die man diesseits der Grenze weder in der Qualität noch zum Preis bekomme.

Kurz zuvor noch der große Sozialprediger

Nur Minuten vorher, bei der Tafel, hatte derselbe Mann noch salbungsvoll doziert: In Debatten ums Bürgergeld forderten immer genau diejenigen zum „Gürtel enger schnallen“ auf, die selbst noch reichlich Reserve-Knöpfe am Gürtel hätten. Als Student habe er auch nicht im teuren Supermarkt eingekauft, sondern beim Discounter – „da war der Wagen halt voller mit’m gleichen Geld“. Theatralisch setzte er sich danach sogar an die Kasse der Tafel und spielte den volksnahen Helfer.

Die Doppelmoral der Luxus-Linken

Während er den Bedürftigen symbolisch nahekommt, lebt der Luxus-Linke in einer Parallelwelt, in der ein Chauffeur selbstverständlich über die Grenze geschickt wird, um Delikatessen zu holen, die für die meisten Tafel-Nutzer lebenslang unerreichbar bleiben. Die gespielte Anteilnahme für die Armen, die angeblich „ihre“ Partei wählen sollen, steht in krassem Gegensatz zur mentalen Abgehobenheit eines Politikers, der vom Alltag der Menschen so weit entfernt ist wie ein Gutsherr von den Bauern auf dem Feld.

Das ist kein Ausrutscher – das ist die Schieflage der modernen SPD in Reinform.

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