
Ein bosnischer Staatsangehöriger, identifiziert als Huso B., wird als einer der schlimmsten Fälle bezeichnet, in denen ein Ausländer das großzügige deutsche Sozialsystem ausnutzt. Der Mann, der zahlreiche Straftaten vorweisen kann, bleibt trotz einer verpflichtenden Anordnung zum Ausreisen seit 23 Jahren weiterhin in Deutschland.
Bemerkenswerterweise konnte das deutsche Justizsystem ihn nicht finden und “setzte” das Strafverfahren gegen ihn aus, während die Zeitung Bild ihn anschließend problemlos fand.
Obwohl Huso B. seine Willkommenszeit um Jahrzehnte überschritten hat, stellt ihm der Staat jeden Monat 7.250,77 € zur Verfügung, um seine Frau und acht Kinder zu unterstützen.
Die bürokratische Verwirrung erreichte im vergangenen Dezember einen neuen Höhepunkt. Als das Bezirksgericht zu Köln versuchte, B. wegen Betrugs anzuklagen, behaupteten die Beamten, er sei nicht gefunden worden – obwohl seine Adresse von der Stadt Köln und dem städtischen Arbeitszentrum dokumentiert wurde. Reporter der Bild-Zeitung konnten ihn jedoch fast sofort finden.
Am 8. Dezember 2025 sollte Huso B. vor dem Bezirksgericht Köln erscheinen. Er sieht sich dem Vorwurf gegenüber, eine Apothekenkette in drei verschiedenen Fällen um eine vierstellige Summe betrogen zu haben. Der Prozess wurde jedoch abgebrochen, da die formelle Vorladung des Gerichts Berichten zufolge nie in seiner Unterkunft für Asylsuchende zugestellt wurde.
Laut Angaben der Beamten konnte der Postbote die Dokumente nicht persönlich an B. übergeben oder sie in einen Briefkasten legen. Da das Gericht ihn “somit nicht laden konnte”, wurde der Prozesstermin gestrichen und das Gerichtsverfahren ausgesetzt.
Bild scheint jedoch die Stadtverwaltung und das deutsche Rechtssystem in Verlegenheit gebracht zu haben. Die Zeitung schickte einen Reporter direkt zum Haus des Asylsuchenden im Süden Kölns. Dort, ohne viel Arbeit, fanden sie seinen Briefkasten mit seinem deutlich vermerkten Namen.
Nicht nur das, sondern als die Reporter eintrafen, fanden sie Huso B. persönlich vor. Er sprach mit den Reportern und sagte ihnen, dass er keine rechtlichen Probleme habe und das letzte Mal, dass er von der Polizei vorgeladen wurde, 2014 war.
Bilds Bemühungen blieben nicht umsonst. Nachdem Bild die Inkompetenz der deutschen Behörden aufgedeckt hat, reagieren sie nun
“Er wird derzeit gesucht. Gegen ihn liegt jedoch kein Haftbefehl vor. Das wäre angesichts der erhobenen Vorwürfe unverhältnismäßig”, sagte Kölns leitender Staatsanwalt Ulrich Bremer gegenüber Bild. “Wir nutzen die Bild-Recherche nun jedoch als Gelegenheit, erneut zu prüfen, ob er an der Adresse gefunden werden kann.”
Bild hob zudem die absurde Lage im Kölner Justizsystem hervor. Während Polizei und Richter sagten, Huso B. sei nicht gefunden zu werden, schickte das Sozialamt ihm weiterhin Geld.
Er und seine Familie erhalten jährlich 87.000 € gemäß dem Asylsuchenden-Leistungsgesetz, das “Unterstützung für Lebenshaltungskosten” beinhaltet.
Außerdem lebt die Familie mietfrei in einem staatlich bereitgestellten Haus. Bei der Durchsicht der Unterlagen des Arbeitszentrums bestätigte die Presse, dass die korrekte Adresse eingetragen ist und dass die Behörden des Sozialamts diese Informationen die ganze Zeit hatten.