Deutsche Lehrer schlagen Alarm: ‘Schüler können nicht zuhören, Stifte halten oder korrekt die Toilette benutzen’

Symbolbild. AI generator

Immer mehr Grundschüler in Deutschland können laut einer führenden Lehrergewerkschaft die grundlegendsten Aufgaben wie den Stift richtig halten oder sogar die Toilette selbst benutzen.

Mehr als 1.100 Lehrer haben einen offenen Brief unterzeichnet, den die Gewerkschaft für Bildungs- und Wissenschaftsarbeiter (GEW) dem Bildungsministerium Hessens übergeben hat, wie das Boulevardblatt Bild am 30. November berichtete.

“Die Bildungsdefizite der Kinder sind enorm “, schrieben die Gewerkschaftsvertreter in dem Brief. “Kinder haben zunehmend nicht die Fähigkeiten, um den Schulunterricht erfolgreich zu befolgen.”

Dazu gehörten schlechte Konzentration, Geduld, das Befolgen von Regeln und grundlegende Toilettenhygiene. Ebenso zeigen Kinder in deutschen Grundschulen eine mangelnde Frustrationstoleranz, sind nicht in der Lage, fair zu verlieren oder zu kämpfen und danach nicht wieder aufzuholen, hieß es.

Die GEW schrieb: “Viele Kinder fehlen eine Erziehung, die es ihnen ermöglicht, sich in einer Gruppe und im Klassenzimmer korrekt zu verhalten und zu lernen.”

Sogar die körperlichen Fähigkeiten nehmen Berichten zufolge ab, da immer mehr Schüler einen Stift nicht richtig halten, aufrecht sitzen oder ihre eigenen Schnürsenkel binden können.

GEW-Vorsitzende Heike Ackermann sagte, viele Kinder seien es nicht gewohnt, Toilettenpapier zu benutzen oder sich nach dem Toilettengang wieder alleine anzuziehen.

Sie fügte hinzu, dass die Schüler nicht schuld seien. “Wir als Gesellschaft sind verantwortlich, dass es so weit gekommen ist … Die Schüler werden von Politikern im Stich gelassen, und wir Lehrer ebenso.”

Um die Belastung der Lehrer zu verringern, fordert die Gewerkschaft kleinere Klassen mit maximal 20 Kindern sowie mehr Stellen für Lehrer, Psychologen und Therapeuten.

Ackermann sagte, sie wolle auch die Eltern zur Rechenschaft ziehen. Sie verurteilte die Tatsache, dass immer mehr Eltern mehr Zeit mit ihren Handys als mit ihren Kindern verbringen.

Während die Lehrergewerkschaft im offenen Brief darauf achtete, jegliche Hinweise auf die Migrationskrise Deutschlands zu vermeiden, nahmen andere eine offenere Haltung ein.

Das Magazin Tichys Einblick berichtete heute, dass der Kolumnist und ehemalige Mittelschullehrer Josef Kraus als Antwort auf den GEW-Brief schrieb: “Es gibt Eltern, die ihre Kinder aus Bequemlichkeit oder aus schwierigen Umständen nicht großziehen wollen.

“Sie vertrauen die Erziehung ihrer Kinder Kindertagesstätten und Schulen an. Oder es ist ihnen einfach egal”, schrieb er.

“Dies gilt besonders für viele Eltern mit migrationsbezogenem Hintergrund, die es nicht für wichtig halten, dass ihre Kinder eine solide Beherrschung der deutschen Sprache erwerben.”

German teachers sound alarm: ‘Pupils do not know how to listen, hold pens, or use bathroom’ – Brussels Signal