Deutsche Sozialdemokraten wegen Vergleich der AfD mit Kothaufen in der Kritik

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Die regierenden Sozialdemokraten (SPD) in Deutschland haben für Empörung gesorgt, nachdem sie ein Balkendiagramm zur sozialen Gerechtigkeit gepostet hatten, auf dem die rechtsgerichtete Oppositionspartei AfD nicht namentlich, sondern als Haufen Fäkalien dargestellt war.

Das Bild, das in den sozialen Medien geteilt wurde, verglich die Parteien hinsichtlich ihres Engagements für „soziale Gerechtigkeit“ – aber während die anderen Balken mit den Namen der Parteien beschriftet waren, wurde der AfD-Balken durch ein Fäkalien-Emoji ersetzt.

Der Vorfall wurde zum Gesprächsthema im nationalen Fernsehen, als ARD-Moderatorin Caren Miosga den SPD-Vorsitzenden und Vizekanzler Lars Klingbeil damit konfrontierte. „Ist die AfD Scheiße – oder diese Marketingidee?“, fragte sie.

Klingbeil antwortete, er habe sofort sein Team angerufen und gesagt, dass er den Beitrag „nicht akzeptiere“, und betonte, dass dieser bereits entfernt worden sei.

Während der Live-Sendung überprüften die Produzenten von Miosga jedoch, ob der Beitrag noch online war, und stellten fest, dass er auf der Social-Media-Plattform Threads weiterhin zu finden war. Erst nach Ende der Sendung wurde er zusammen mit dem gesamten Account gelöscht.

Die Episode brachte Klingbeil in Verlegenheit und ließ Zweifel an der Fähigkeit der SPD aufkommen, sowohl ihre Botschaft als auch ihre Reaktion auf die wachsende Stärke der AfD zu kontrollieren. Noch wichtiger ist, dass sie aufzeigte, wie die großen Parteien in Deutschland nicht nur die AfD selbst, sondern auch ihre Millionen von Wählern weiterhin isolieren.

Obwohl die AfD vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Partei eingestuft wird, ist sie in den jüngsten Umfragen zur beliebtesten Kraft geworden. Eine neue INSA-Umfrage sieht die AfD bei 26 % – vor dem Mitte-Rechts-Block CDU/CSU und ihrem Junior-Koalitionspartner, der SPD.

Anstatt jedoch zu versuchen zu verstehen, warum sich so viele Wähler der AfD zuwenden – beispielsweise aufgrund der Unfähigkeit der herrschenden Elite, die Migrationskrise zu bewältigen –, haben die großen Parteien oft auf Spott oder moralische Verurteilung gesetzt. Dieser Ansatz birgt die Gefahr, dass noch mehr desillusionierte Bürger ins Lager der Populisten getrieben werden. Selbst Klingbeil räumte im Interview ein, dass einige ehemalige SPD-Wähler aufgrund schlechter öffentlicher Dienstleistungen oder Frustration über die Querelen innerhalb der Regierung die Seiten gewechselt hätten.

German Social Democrats Under Fire for Comparing AfD to Faeces ━ The European Conservative