Schmelzender Gletscher in den österreichischen Bergen legt Überreste eines 50 Jahre alten Skilifts frei

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Ein schrumpfender Gletscher auf dem 2.995 m hohen österreichischen Dachstein hat die Überreste eines längst verschollenen Skilifts freigelegt.

Da sich das Schneefeld, das den Hallstätter Gletscher und den Schladminger Gletscher verbindet, zurückgezogen hat – aufgrund einer Kombination aus höheren Temperaturen und vermehrten Niederschlägen im Sommer sowie unterdurchschnittlichen Schneefällen im letzten Winter –, sind auf dem Hunerkogel unerwartet Holz- und Metallkonstruktionen zum Vorschein gekommen. Der Hunerkogel ist ein Gipfel im Dachsteingebirge, der sich über die Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark erstreckt.

Der Fund hat das Unternehmen, das die Skilifte in der Region betreibt, Planai-Hochwurzen-Bahnen, überrascht.

„Der Lift war wahrscheinlich in den frühen 1970er Jahren ausschließlich für den Sommerbetrieb vorgesehen“, erklärte der Geschäftsführer des Unternehmens, Georg Bliem, am 18. August gegenüber österreichischen Medien.

Das Gebiet war bis März 2023 ein kleines, aber beliebtes Hochgebirgsskigebiet, bevor es geschlossen und die verbleibenden Lifte abgebaut wurden.

Der Lift, dessen Ruinen nun gefunden wurden, war Berichten zufolge nur wenige Jahre in Betrieb, bevor er eingeschneit und mit Eis bedeckt wurde.

„Die Holzkonstruktion ist unter der Eisschicht verschwunden. Nun, im Zuge des Klimawandels, ist der Lift wieder aufgetaucht“, sagte Bliem.

Der Gletscherexperte Klaus Reingruber erklärte gegenüber der Zeitung Krone am 19. August, dass der Lift seiner Lage auf dem Berg zu verdanken sei, dass er so lange unter dem Eis verborgen geblieben sei.

„Früher lag im oberen Teil des Gletschers viel mehr Schnee. Der Lift wurde damals auf dem Eis gebaut. Irgendwann muss er von Schnee bedeckt worden sein und wurde nie wieder freigelegt. Nach und nach bildete sich Eis um ihn herum, und im Laufe der Jahrzehnte sank er mit dem Eis ab“, sagte er.

„Das Gletschergebiet, in dem die Konstruktion gefunden wurde, ist relativ flach. Das Eis bewegt sich hier nur sehr wenig.“

Der Fund wurde im Internet mit Spott über angeblich übertriebene Ängste vor dem Klimawandel quittiert. Ein Nutzer schrieb auf X: „Die Klimakatastrophe eskaliert nun endlich auf dem Dachsteingletscher. Zum ersten Mal seit 3.500 Jahren schmilzt im Sommer so viel Schnee, dass ein Lift, der dort vor 50 Jahren für den Sommerbetrieb genutzt wurde, plötzlich freigelegt wurde.“

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