Ein Kind, zwei biologische Mütter: Rückzug der CDU aus der Anti-Gender-Position?

Die deutsche Bundesregierung plant, Kindern von lesbischen Paaren die Möglichkeit zu geben, zwei biologische Mütter zu haben.

Nach den derzeitigen Gesetzen gilt nur die Frau, die das Kind zur Welt bringt, als rechtliche Mutter. Ihr Partner muss ein Adoptionsverfahren durchlaufen, um der zweite rechtliche Elternteil zu werden. Die Regierung hält dies für ungerecht und veraltet.

Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) sagt, das Adoptionsverfahren dauere zu lange und belaste die Familien unnötig. Wenn zum Beispiel die Mutter, die das Kind geboren hat, während oder nach der Geburt stirbt und die andere Frau das Adoptionsverfahren nicht abgeschlossen hat, könnte das Kind ohne einen rechtlichen Elternteil dastehen.

Um dies zu vermeiden, will die Regierung beide Frauen automatisch als Mütter anerkennen, wenn sie in einer Beziehung leben und planen, das Kind gemeinsam aufzuziehen – ähnlich wie ein Mann automatisch die rechtliche Elternschaft erhält, wenn er mit der Frau verheiratet ist, die das Kind zur Welt bringt.

Die neuen Pläne waren bereits unter der vorherigen linken Regierung diskutiert worden, und obwohl der derzeitige Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Reformen ablehnte, scheint es nun, dass seine Regierung ein weiteres Versprechen nicht umsetzt.

Der hochrangige CDU-Politiker Thorsten Frei – derzeit Chef des Bundeskanzleramtes – argumentierte bereits 2021 zu Recht, dass sich die rechtliche Elternschaft an der biologischen Realität und nicht an der Ideologie orientieren müsse. „Bei gleichgeschlechtlichen Eltern ist klar, dass nur ein Elternteil der biologische Elternteil sein kann.“

Ein anderer CDU-Politiker, Jan-Marco Luczak, sagte, dass die Benennung von zwei Frauen als Eltern eines Kindes bei der Geburt automatisch die rechtliche Beziehung des Kindes zu seinem biologischen Vater trennen würde.

Die rechtsgerichtete Oppositionspartei Alternative für Deutschland (AfD) lehnt eine Politik ab, die die Realität der Biologie neu definieren will.

Obwohl sie in einer lesbischen Beziehung lebt und zwei Adoptivsöhne hat, hat die Co-Vorsitzende der AfD, Alice Weidel, einen klaren Unterschied zwischen echten Schwulenrechten und der von LGBT-Organisationen propagierten Gender-Ideologie gemacht. Zu Beginn dieses Jahres sagte sie: “Wir wollen nicht, dass unsere Kinder in Bezug auf Genderfragen verwirrt werden. … Schon allein aufgrund meiner persönlichen Orientierung werde ich keine gesellschaftsschädigende Gender-, Woke- und grüne Politik unterstützen.”

One Child, Two Biological Mothers: German CDU Backtracking on Anti-Gender Stance? ━ The European Conservative