SPD-Abgeordnete drohte mit Koalitionsbruch, ruderte dann aber wieder zurück

Den Sozialdemokraten im Bundestag geht es mal wieder ums Geld. Sie wollen, dass der BAföG erhöht wird. Eine von ihnen drohte deswegen sogar mit Koalitionsbruch, nur um dann ihren Post wieder zu löschen.
Foto: Steffen Prößdorf / wikimedia.org (CC-BY-SA-4.0)

Die SPD-Politikerin Carolin Wagner droht laut der Jungen Freiheit mit einem Bruch der Regierungskoalition. Hintergrund ist das BAföG, also die staatliche Ausbildungsförderung in Deutschland, die Studenten und Schüler finanziell unterstützt, wenn sie ihre Ausbildung nicht selbst oder durch ihre Eltern finanzieren können.

Abgeordnete stellte Rute ins Fenster

Besagtes BAföG soll nach Meinung Wagners und der Jungen Sozialisten (Jugendorganisation der SPD) erhöht werden. “Wenn die Bafög-Erhöhung nicht zum Wintersemester kommt – dann gehen wir!”, drohte die Bundestagsabgeordnete. Das Problem ist nur: Nach einem solchen Koalitionsbruch müsste es Neuwahlen geben und bei denen würde die SPD massiv Federn lassen müssen.

Die Sozialdemokraten würden nach Neuwahlen deutlich schwächer in den Bundestag einziehen. Das wurde dann wohl auch Wagner klar und so löschte sie ihre Forderung wieder von Instagram. Sie ruderte also wieder ruck zuck zurück und zeigte so, dass sie eigentlich ganz gut in eine Koalition mit der Merz-CDU passt. Derweil schlossen sowohl Jens Spahn (CSU) als auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) eine Erhöhung des Bafög aus.

Unzensuriert

Leifers: Afrikaner verfolgt junge Frau auf Heimweg und greift die Beamten der Ordnungskräfte an

In der Nacht auf Sonntag ist es in Leifers zu einem beunruhigenden Vorfall gekommen. Ein 27-jähriger Gambier ohne festen Wohnsitz soll eine junge Frau verfolgt und anschließend die Beamten der Ordnungskräfte angegriffen haben. Der Afrikaner wurde festgenommen.

Gegen 1:00 Uhr nachts sprach eine 25-jährige Frau aus Leifers eine vorbeifahrende Streife der Ordnungskräfte in der Kennedy-Straße an. Sie berichtete, dass sie auf dem Heimweg von einem dunkelhäutigen Mann über mehr als 500 Meter verfolgt worden sei.

Die Ordnungshüter konnten den von der Frau beschriebenen Afrikaner kurz darauf in der Nähe antreffen und kontrollieren. Dabei soll sich der 27-jährige Gambier sofort aggressiv verhalten haben.

Laut Angaben der Ermittler bedrohte er die Beamten und wehrte sich gegen die Identitätsfeststellung. Außerdem versuchte er, sich der Kontrolle zu entziehen.

Nach einer kurzen, angespannten Auseinandersetzung gelang es den Ordnungshütern, den Afrikaner unter Kontrolle zu bringen und festzunehmen. Zwei Beamte erlitten dabei leichte Verletzungen und mussten anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Die junge Frau stand nach dem Vorfall unter Schock. Sie wurde ihrem inzwischen eingetroffenen Vater übergeben und aufgefordert, Anzeige zu erstatten.

Der Festgenommene wurde anschließend zur Dienststelle nach Neumarkt gebracht. Die Staatsanwaltschaft Bozen ordnete seine Einlieferung in das Gefängnis Bozen an. Dort bleibt er bis zu den weiteren Entscheidungen der Justiz in Haft.

UnserTirol24

Schweigen Brüssels zu Magyars Säuberungen zeigt einmal mehr EU-Doppelmoral

Es ist ein altbekanntes Muster in der EU: Treiben souveränistische und EU-kritische Regierungen Reformen voran, dann sieht Brüssel die sogenannten Grundwerte in Gefahr, wenn aber Brüssel-hörige Regierungen regelrechte Säuberungen durchführen, herrscht hingegen Schweigen. So etwa geschehen in Polen, als nach der Abwahl der PiS-geführten Regierung der neue Ministerpräsident Donald Tusk den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Linie brachte.

Nun wiederholt sich das Spiel der doppelten EU-Maßstäbe in Ungarn. Sah Brüssel in fast jeder Maßnahme des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orbán eine Gefahr für die Demokratie, kommt nun kein Wort der Kritik am neuen Regierungschef Peter Magyar. Dieser will nämlich den rechtmäßig vom Parlament gewählten Staatspräsidenten Tamás Sulyok aus dem Amt entfernen, angeblich, weil dieser für das „System Orbán“ stehe. Um die totale Gleichschaltung Ungarns zu erreichen, übt Magyar Druck auf Sulyok aus, und will nun, da der Präsident nicht zurücktreten will, die Verfassung ändern. Für Magyar wäre das kein Problem, weil seine Partei TISZA im Parlament über eine Zweidrittelmehrheit verfügt.

Kritik am Schweigen der EU zu den Vorgängen in Budapest übt der freiheitliche Delegationsleiter im Europaparlament, Harald Vilimsky: „Hätte Viktor Orbán ein vergleichbares Vorgehen angekündigt, wären die Empörung in Brüssel, die Sondersitzungen und die moralisierenden Belehrungen wohl bereits in vollem Gange. Wenn jedoch ein politischer Liebling des europäischen Establishments einen derartigen Kurs einschlägt, herrscht plötzlich betretenes Schweigen.“ Für Vilimsky zeigt dieser Fall einmal mehr, dass in Brüssel nicht nach objektiven Maßstäben beurteilt wird, sondern danach, wer handelt.

ZurZeit

Wirft: Tunesier wegen Messermord an seiner Ex in Untersuchungshaft

Symbolbild GROK

Ein 43-jähriger Tunesier sitzt in Untersuchungshaft, er soll seine 29-jährige Ex-Partnerin im Landkreis Ahrweiler getötet haben.

welt.de

Eine Obduktion soll im Auftrag der Staatsanwaltschaft klären, wie die 29-jährige Frau dem Kreis Ahrweiler genau gestorben ist. Ihr früherer Ehemann ist tatverdächtig und sitzt in Untersuchungshaft.

Nach dem Fund der toten 29-Jährigen in ihrem Auto ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Totschlags gegen den getrennt lebenden Ehemann. Nach ihren Angaben wies die Leiche der Frau “erkennbare Stich- bzw. Schnittverletzungen auf”. Zur Klärung der genauen Todesursache ist eine Obduktion angeordnet worden.

Der 43-jährige getrennt lebende Ehemann wurde wegen dringenden Tatverdachts sowie Fluchtgefahr in Untersuchungshaft genommen. Gegen den Mann sei in der Vergangenheit bereits eine mit einem Kontaktverbot verbundene Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz ergangen. Das Paar habe zwei gemeinsame Kinder im Alter von vier und sieben Jahren, die sich nun bei Angehörigen befinden.

Angehörige hatten die Frau vermisst gemeldet, nachdem sie am vergangenen Donnerstag nicht auf Kontaktversuche reagierte. Der 43-Jährige war am Freitag nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf einer Polizeiwache in Nordrhein-Westfalen erschienen. Von der Staatsanwaltschaft heißt es, dort habe er sich zu einer angeblichen Auseinandersetzung mit Dritten erkundigt. Er habe behauptet, selbst verwickelt gewesen zu sein.

Die Beamten nahmen ihn aber fest: Weil es bereits einen Verdacht gegen ihn gab im Zusammenhang mit dem Verschwinden der 29-Jährigen. Und weil er sichtbare Blutspuren an seinen Händen hatte, so die Staatsanwaltschaft. Eine Untersuchung dieser Blutspuren ergab, dass sie von der Getöteten stammen.

SWR Aktuell

Offenburg: Versuchter Totschlag bei Massenschlägerei von Syrern

Eine zunächst verbale und anschließend körperliche Auseinandersetzung unter mehreren miteinander bekannten, zum Großteil aus Syrien stammenden Männern ist in den frühen Dienstagmorgenstunden eskaliert und hat nun Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Totschlags zur Folge. Nach Zeugenangaben soll es dabei gegen 1.45 Uhr zu den tätlichen Angriffen gekommen sein, weshalb die Polizei in der Nacht alarmiert wurde. Beim Eintreffen der Beamten im Bereich der Halbinsel am Gifizsee konnte zunächst niemand festgestellt werden. Bei der Absuche wurden die eingesetzten Polizisten schließlich auf zwei Männer aufmerksam, von denen einer stark blutende Verletzungen im Gesicht aufwies. Bei dem zweiten Mann handelte es sich um den Anrufer, der den Notruf abgesetzt hatte. Der Rettungsdienst und ein Notarzt kümmerten sich in der Folge um den Schwerverletzten und brachten ihn zur weiteren Behandlung in eine Klinik. Durch umfangreiche Ermittlungen und Überprüfungen gelang es den Beamten des Polizeireviers Offenburg, den zwei flüchtigen Tatverdächtigen auf die Spur zu kommen. Im Bereich Friesenheim konnten Beamte des Polizeireviers Lahr beide Verdächtigen im Alter von 19 Jahren vorläufig festnehmen. Die Ermittlungen zu den Geschehnissen, dem genauen Tatablauf sowie den Beteiligten dauern an.

Presseportal

Hamburg: Inder ersticht Mann im REWE

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Gestern Abend kam ein 29-Jähriger in Hamburg-Altona gewaltsam zu Tode. In diesem Zusammenhang hat die Polizei einen 31-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Mordkommission (LKA 41) kam es in der Stresemannstraße vor einem Supermarkt aus noch ungeklärter Ursache zunächst zu einem Streit zwischen zwei Männern. Dieser verlagerte sich kurz darauf in den Markt. Hier griff der 31-jährige indische Tatverdächtige den 29-Jährigen mit einem Messer an und verletzte diesen schwer im Bereich des Oberkörpers. Zeuginnen und Zeugen alarmierten umgehend die Polizei. Die eintreffenden Einsatzkräfte konnten den mutmaßlichen Täter noch am Tatort widerstandslos vorläufig festnehmen. Rettungskräfte und ein Notarzt übernahmen die Erstversorgung des schwer Verletzten und brachten diesen unter Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus, wo er kurz darauf verstarb.

Nachdem der Kriminaldauerdienst (LKA 26) die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen eingeleitet hatte, übernahm noch in der Nacht die Mordkommission (LKA 41) in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen. Einsatzkräfte konnte inzwischen auch das mutmaßliche Tatmittel, ein Messer, als Beweismittel sicherstellen.

Die psychosoziale Akutbetreuung der Augenzeuginnen und Augenzeugen sowie der Mitarbeitenden des Supermarktes übernahm das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 31-Jährige dem Untersuchungsgefängnis überstellt. Die Entscheidung zum Erlass eines Haftbefehls durch einen Haftrichter steht derzeit noch aus.

Die Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen der Tat, dauern an.

Presseportal

Erlangen: Afrikaner nötig 25-jährige Deutsche sexuell

Ein 41-Jähriger hat in der Nacht zum Montag (1. Juni) am Erlanger Hauptbahnhof einen 25-Jährigen Mann sexuell belästigt und genötigt. Die Bundespolizei ermittelt.

Gegen 02:00 Uhr setzte sich ein 41-jähriger Eritreer am Erlanger Hauptbahnhof neben einen 25-Jährigen Deutschen auf eine Bank. Der Eritreer sprach den Mann mehrfach an. Dann fasste er ihm ans Gesäß. Der 25-Jährige schob die Hand weg und wechselte den Platz – der 41-Jährige folgte ihm.

Als er sich erneut neben den Mann setzte, entblößte er sein Glied, ergriff das linke Handgelenk des 25-Jährigen und versuchte, dessen Hand zu seinem Glied zu führen. Das Polizeipräsidium Mittelfranken informierte die Bundespolizei über den Vorfall. Bundespolizisten nahmen den Eritreer am Bahnhof fest und brachten ihn auf die Dienststelle. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann wieder entlassen. Der Mann war der Polizei bereits wegen Totschlags und Bedrohung bekannt. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg ermittelt gegen ihn nun wegen sexueller Belästigung und exhibitionistischer Handlung.

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Sonst Waffenentzug: Sachsens Innenminister warnt vor Geschäften mit der AfD

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Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hat deutlich gemacht, dass Personen, die die AfD aktiv unterstützen, bei waffenrechtlichen Verfahren verstärkt in den Fokus der Behörden geraten können. Eine Mitgliedschaft in der Partei allein führe zwar nicht automatisch zum Verlust einer Waffenbesitzkarte. Wer der Partei jedoch durch konkrete Unterstützung hilft, muss mit einer genauen Überprüfung rechnen.

„Menschen, die mit der AfD sympathisieren oder die Partei wählen, sind im Sinne des Erlasses noch keine relevanten Unterstützer. Aber andere, die der Partei maßgeblich helfen – ob es nun das Aufhängen von Wahlplakaten, das Ausleihen von Fahrzeugen oder das Überlassen von Räumen ist –, kommen nicht darum herum, dass wir sehr genau hinschauen“, betonte Schuster. Laut dem Innenminister orientieren sich die Waffenbehörden dabei an den Vorgaben des Bundesrechts. Das Ziel bestehe darin, Personen zu identifizieren, bei denen Zweifel an der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit bestehen könnten.

Der Minister wandte sich gegen die Vorstellung eines pauschalen Vorgehens gegen Mitglieder der AfD. „Ein sturer Automatismus würde der Sache nicht gerecht“, erklärte Schuster. „Das heißt, dass nicht jeder Jäger oder Sportschütze schon allein durch eine Mitgliedschaft unter Verdacht steht. Für waffenrechtliche Konsequenzen muss ein Mehr hinzutreten, um Unzuverlässigkeit anzunehmen“, sagte er weiter.

Hintergrund ist die Einstufung des AfD-Landesverbandes Sachsen als „rechtsextremistische Bestrebung“ durch den Verfassungsschutz. Gemäß dem Waffengesetz gilt die persönliche Zuverlässigkeit als zentrale Voraussetzung für den Besitz von Schusswaffen. Sie kann unter anderem infrage stehen, wenn Personen extremistischen Organisationen angehören oder diese erheblich unterstützen.

Mit einem Erlass hat das Sächsische Staatsministerium des Innern den zuständigen Behörden Vorgaben für die Bewertung entsprechender Fälle an die Hand gegeben. Damit soll verhindert werden, dass unterschiedliche Behörden zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen. Schuster wies zugleich auf die uneinheitliche Rechtsprechung in Deutschland hin. „Selbst die Bund-Länder-Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz zu diesem Thema, die vor einem Jahr eingesetzt wurde, hat sich noch nicht auf eine einheitliche Linie verständigen können.“

Laut dem Minister gehe es nicht um politische Meinungen, sondern um tatsächliche extremistische Bezüge. Die Waffenbehörden führen bei Anträgen und Verlängerungen regelmäßig Abfragen beim Verfassungsschutz durch. Ziel sei es, die „echten Gefährder“ zu identifizieren, so Schuster. Dabei gelte: „[…] Um ins Blickfeld zu geraten, reicht es nicht, mal eine möglicherweise politisch auffällige Meinung geäußert zu haben. Nein, es muss ein extremistischer Bezug festgestellt werden – erst in solchen Fällen kann der Verfassungsschutz aktiv werden.“

Die AfD übt scharfe Kritik an den Äußerungen des Innenministers. Die Partei sieht in den Aussagen einen Versuch, Vermieter und Geschäftspartner von einer Zusammenarbeit mit der Opposition abzuschrecken. Jörg Urban, der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärte in einer Pressemitteilung: „Mit diesem ungeheuerlichen Boykottaufruf verstößt Armin Schuster gegen die Neutralitätspflicht der Staatsorgane.“ Wer zum Boykott der politischen Konkurrenz aufrufe, nutze die Methoden totalitärer Staaten, so Urban weiter. Die AfD weist den Vorwurf extremistischer Bestrebungen zurück. „Die AfD ist friedlich und verteidigt die freiheitlich-demokratische Grundordnung.“ Indem der CDU-Innenminister die Opposition kriminalisiere und die Durchführung von friedlichen Veranstaltungen torpediere, oute Schuster sich selbst als Verfassungsfeind, erklärte der Fraktionsvorsitzende.

FREILICH Magazin

Die Union findet keinen gemeinsamen Nenner mehr: Wird es zur Spaltung kommen?

Die Brandmauer und der Linksruck der Union durch Daniel Günther und Hendrik Wüst vergraulen die Konservativen in der Partei. Die bürgerferne Politik von Friedrich Merz tut ihr Übriges. Es gibt bereits Vorschläge, ob die Union sich nicht spalten sollte.

Die Union ist zerrissen. Friedrich Merz ist unbeliebter als jeder Kanzler vor ihm. Daniel Günther und Hendrik Wüst wollen die Partei wie ihn ihren Bundesländern näher an die Grünen bringen. Doch ein großer Teil der CDU-Mitglieder wünscht sich einen konservativeren Weg wie früher. Aus diesem Grunde hatte sich auch die Werte-Union einst abgespalten.

Können “Links-Progressive” und “Konservative” noch in ein- und derselben Partei sein?

Im Magazin Cicero [hinter Bezahlschranke] schlägt Kolumnist Alexander Grau in seiner Kolumne “Grauzone” folgenden Gedanken vor [siehe Instagram-Post von Cicero hier]:

“Die ehrlichste und vielleicht unvermeidliche Lösung wäre eine Aufteilung der Union in eine ‘progressive’ Partei für das sich modern wähnende urbane Bürgertum und eine nach dem programmatischen Zuschnitt der Werte-Union für alle Konservativen, Liberal-Konservativen und National-Konservativen.”

Die Werte-Union hatte es vorgemacht

Eine erste Abspaltung hatte es bereits gegeben. Die Werte-Union, die einst von Hans-Georg Maaßen geführt wurde, hat vor allem Wähler und Mitglieder der CDU/CSU angezogen, die mit der bisherigen Parteipolitik nicht einverstanden waren.

Viele Mitglieder der Union sehnen sich nach den Zeiten von Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß, als die CDU und CSU noch Gegenpole zur SPD und den Grünen waren. Doch die schwarz-rote Koalition unter Angela Merkel hatte diese Richtung unmöglich gemacht.

Heute sind die Union und die SPD aneinander gekettet, weil die Brandmauer keine alternative Koalition mit der AfD zulässt, obwohl inhaltlich viele Unions-Mittglieder mit vielen Punkten des AfD-Programmes konform gehen würden.

Daniel Günther und Hendrik Wüst kleben an den Grünen

Klar ist: Mit Daniel Günther und Hendrik Wüst, die in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen schwarz-grüne Koalitionen anführen, lässt sich eine solche Kurskorrektur nicht durchsetzen.

Das Problem für die Bürger in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen ist, dass sich die Politik einer schwarz-grünen Koalition kaum von der Politik einer schwarz-roten Koalition oder rot-grünen Koalition unterscheidet. 

Früher gab es die Alternativen zwischen CDU+FDP oder SPD+Grün. Nun ist die FDP unter der Fünf-Prozent-Hürde verschwunden. Die Alternative müsste nun eigentlich AfD+CDU versus SPD+Grün lauten, damit die Wähler klare Richtungsentscheidungen treffen könnten. Die Brandmauer macht diese Möglichkeit zunichte.

Vielleicht ist eine Teilung der Union tatsächlich der einzige Weg aus diesem Dilemma. 

FREIE WELT

Umfrage: SPD fällt auf tiefsten Stand aller Zeiten

Auch bei der vierteljährlichen Umfrage der renommierten Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) ist die AfD nun stärkste Kraft. Sie legte im Vergleich zum 3. März um drei Prozentpunkte auf 27 Prozent zu. Die CDU/CSU dagegen verliert drei Punkte und erreicht nur noch 23 Prozent zurück.

Damit liegt die AfD nun bei allen acht großen Umfrageinstituten (Infratest dimap, Forschungsgruppe Wahlen, Insa, Forsa, YouGov, Allensbach, Verian und GMS) auf Platz eins. Der Vorsprung liegt zwischen einem Prozentpunkt (Allensbach) und sieben Punkten (Insa).

Für die SPD kommt das GMS-Umfrageergebnis dagegen einer Katastrophe gleich. Die Sozialdemokraten büßen fünf Prozentpunkte ein und kommen nur noch auf elf Prozent – den niedrigsten jemals gemessenen Wert bei einer deutschlandweiten Umfrage.

jungefreiheit