
Der schleswig-holsteinische AfD-Politiker Kevin Dorow hat sich in einem ausführlichen Beitrag auf der Plattform X zu zunehmenden Anfeindungen gegen seine Familie geäußert. Darin schildert er verschiedene Vorfälle aus den vergangenen Jahren und Monaten, die er mit seinem politischen Engagement für die AfD in Verbindung bringt. Wie Dorow in dem Beitrag erläutert, hat er sich vor zehn Jahren, im Alter von 18 Jahren, für einen Eintritt in die AfD entschieden, um sich politisch für seine Heimat einzusetzen. Die damit verbundenen gesellschaftlichen Nachteile seien ihm bewusst gewesen. „Mein Land war und ist mir dieses persönliche Opfer wert“, erklärte er in Bezug auf zahlreiche verbaute Chancen. Während er diese Konsequenzen für sich selbst bewusst in Kauf genommen habe, sehe er eine Grenze überschritten, sobald „Menschen, die sich öffentlich moralisch überhöhen, mit Regenbogenfahnen gegen angebliche Ausgrenzung und Diskriminierung demonstrieren und sich selbst als Inbegriff von Toleranz verstehen“ seine Familie ins Visier nähmen.
Unter anderem berichtet der junge AfD-Politiker, dass sein Sohn wegen seines politischen Engagements nicht in einen Kindergarten aufgenommen worden sei, den seine Tochter bereits besuche und in dem seine Ehefrau zuvor mehrere Monate gearbeitet habe. Von der Ablehnung habe die Familie erst nach eigener Nachfrage erfahren. Zudem habe es beim Umzug in das heutige Wohnortdorf Widerstand aus dem Umfeld politischer Gegner gegeben. Seiner Darstellung zufolge hätten einzelne Personen versucht, den Hauskauf zu verhindern und vor einer angeblichen „rechten Unterwanderung“ gewarnt. Bereits vor dem Einzug sei er öffentlich diffamiert worden. Dorow zufolge war seine Familie bereits vor einigen Jahren kurzzeitig von Wohnungslosigkeit bedroht. Demnach habe ein Vermieter den Mietvertrag noch vor der Schlüsselübergabe rechtswidrig gekündigt, nachdem er von Dorows Parteizugehörigkeit erfahren habe. „Mit einem wenige Monate alten Baby standen wir kurz davor, ohne Wohnung dazustehen“, so Dorow.
Der AfD-Politiker berichtet außerdem von wiederholten öffentlichen Kampagnen gegen seine Person. Bereits während seiner Zeit im Landesvorstand der Jungen Alternative Schleswig-Holstein seien an seiner Universität Flugblätter über ihn verteilt worden. Vor wenigen Tagen seien erneut Flugblätter mit der Überschrift „ACHTUNG FASCHIST“ im gesamten Dorf verteilt worden. Neben seiner Privatadresse seien darauf auch verleumderische Behauptungen veröffentlicht worden.
Einmal in eigener Sache:
— Kevin Dorow (@KevinDorow) July 21, 2026
Üblicherweise schweige ich zu Vorgängen aus meinem Privatleben. Doch was sich in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten abgespielt hat, überschreitet jedes Maß. Ich sehe es nicht länger ein, nichts zu sagen. Die Öffentlichkeit sollte erfahren, was… pic.twitter.com/MWRFx4nKQ2
Als vorläufigen Höhepunkt bezeichnet Dorow eine Demonstration in der Nähe seines Wohnhauses. Anlass war seine private Hauseinweihungsfeier, zu der Nachbarn, Freunde und Familie eingeladen waren. Er vermutet, dass ein Einladungsflyer aus der Nachbarschaft an die Antifa weitergegeben worden sei, woraufhin die Demonstration gegen die Feier folgte. Auf Aufnahmen der Demonstration, die FREILICH vorliegen, waren neben Antifa-Flaggen auch Fahnen der SPD zu sehen. Zudem beteiligten sich nach außen erkennbar unter anderem Vertreter der Grünen Jugend, des DGB sowie der Initiative „Omas gegen Rechts“ an dem Protest.

„Es ist erschreckend, was sich gegenwärtig in unserem Land abspielt. Ebenso erschreckend ist, mit welchem Hass ausgerechnet jene auftreten, die vorgeben, Hass bekämpfen zu wollen“, kritisiert Dorow. Von seinem politischen Engagement will sich Dorow durch die Angriffe auf ihn und seine Familie jedoch nicht abbringen lassen, wie er auf X erklärte. „Ihr werdet mich nicht unterkriegen. Meine Heimat, die Zukunft meiner Kinder und irgendwann auch die meiner Enkel sind es wert, sich trotz aller Demonstrationen, Repressalien und öffentlichen Kampagnen zu engagieren“, so der junge Politiker. Er werde sich weder aus der Politik zurückziehen, noch die AfD verlassen oder sich von Parteikollegen distanzieren. Solche Forderungen seien aus seiner Sicht Teil von Einschüchterungsversuchen, denen er nicht nachgeben wolle.