
Ein UT24-Leser schildert einen Vorfall, der sich bereits am 21. Jänner dieses Jahres in einem Linienbus auf der Strecke von Meran nach Bozen ereignet haben soll. Nach seiner Darstellung wirft der Fall ein Schlaglicht auf ein Problem, das auf dieser Verbindung offenbar schon länger besteht.
Der Fall, den der UT24-Leser beobachtet hatte, trug sich am 21. Jänner 2026 gegen 11:45 Uhr, kurz vor Bozen zu, als Kontrolleure in den Linienbus gestiegen waren, um die Fahrausweise aller Fahrgäste zu kontrollieren. Dabei sei ein Afrikaner ohne gültigen Fahrschein angetroffen worden.
Laut dem Augenzeugen habe der Betroffene jedoch keineswegs überrascht oder einsichtig reagiert. Stattdessen habe er die Kontrolleure zunächst kaum beachtet, weiterhin auf seinem Smartphone gespielt und die Situation offenbar nicht ernst genommen.
Auf Nachfrage des Kontrolleurs habe der Mann weder ein Ausweisdokument vorzeigen können noch gewusst, wo er gemeldet ist. Stattdessen habe er mit einem Zettel hantiert, den er als Fahrausweis ausgegeben habe. Der Kontrolleur habe jedoch klargestellt: „Das ist hier nicht gültig.“ Worum es sich bei dem Dokument tatsächlich gehandelt habe, sei unklar geblieben – möglicherweise um eine Art Aufenthaltsnachweis.
Erst im weiteren Verlauf habe der Mann eine Adresse in Rovereto genannt, die laut Beobachtung des UT24-Lesers eher improvisiert gewirkt habe. Diese sei vom Kontrolleur notiert worden, woraufhin dem Schwarzfahrer ein Strafzettel ausgestellt worden sei. Eine sofortige Bezahlung sei nicht erfolgt, da der Mann angeblich kein Bargeld bei sich hatte. Eine Überprüfung der angegebenen Daten habe ebenfalls nicht stattgefunden.
Besonders auffällig: Nachdem die Kontrolleure auf Höhe der Freiheitsstraße den Bus wieder verlassen hatten, habe der Mann kurz überprüft, ob er beobachtet werde, den Strafzettel zerknüllt und einfach weggeworfen. Für den Augenzeugen wirkte es so, als sei sich der Betroffene sicher gewesen, keine Konsequenzen befürchten zu müssen.
Bei dem im Bus erwischen Afrikaner soll es sich um keinen Einzelfall handeln. Mehrere Fahrgäste würden berichten, dass sich ähnliche Situationen auf der Strecke zwischen Bozen und Meran regelmäßig ereignen. Trotz häufiger Kontrollen würden erwischte Schwarzfahrer, zumeist sind es Afrikaner, diese oft nicht ernst nehmen, teilweise falsche Angaben machen und dennoch ohne unmittelbare Folgen davonkommen.
Auffällig sei zudem, dass in solchen Fällen offenbar keine Polizei hinzugezogen werde. Unter Fahrgästen werde daher vermutet, dass den Kontrolleuren entweder die Möglichkeiten fehlen oder entsprechende Anweisungen bestehen, eine Eskalation zu vermeiden.
UT24 wird die Sache daher weiter verfolgen und bei den zuständigen Stellen nachfragen.