Interne Umfrage legt offen:Mehrheit des VW-Vorstands stuft Lage des Konzerns als “existenzgefährdend” ein

Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder des VW Konzerns zeichnen ein düsteres Bild der Lage des Konzerns. Von den neun befragten Vorständen stuften immerhin sechs die Lage des Konzerns als existenzgefährdend ein.

Die übrigen drei bewerteten sie als angespannt. Niemand hielt die Situation für unkritisch. In der Führungsebene herrscht damit Einigkeit über die wirtschaftlich äußerst riskante Situation des Unternehmens.

Alle Befragten sprachen sich für einen radikalen Strategiewechsel aus. Besonders die Strategie in China und Nordamerika wurde scharf kritisiert. Diese Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern mit schwachen Quartalszahlen konfrontiert ist.

Im ersten Quartal 2026 erzielte Volkswagen einen Umsatz von 75,7 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern sank auf 1,56 Milliarden Euro und lag damit 28,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die operative Marge erreichte nur 3,3 Prozent. Die weltweiten Auslieferungen gingen auf 2,05 Millionen Fahrzeuge zurück – ein Rückgang um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Einbußen in China und Nordamerika konnten durch Zuwächse in Europa nicht ausgeglichen werden. In China setzt die Konkurrenz durch lokale Hersteller den Konzern unter starken Druck. In Nordamerika belasten schwache Auslieferungen, Zölle und Förderbedingungen das Geschäft erheblich und verschärfen die kritische Lage weiter.

FREIE WELT

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