
Stadtkirche St.Petri, Screenshot Youtube/Chemnitz von oben
Deshalb fällt der traditionelle Ostergottesdienst in der Petrikirche aus und wird in eine andere Kirche verlegt.
Heizkosten vervielfachen sich – Grundpauschale macht Kirchenbetrieb unwirtschaftlich
Wie der evangelische Superintendent Frank Manneschmidt erklärte, haben sich die Heizkosten seit dem Wechsel des Energievertrags vervielfacht. Besonders belastend wirkt die hohe jährliche Grundpauschale, die unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch gezahlt werden muss. Sie liegt inzwischen beim Drei- bis Vierfachen der früheren gesamten Heizkosten. Für Kirchengemeinden ist dieses Preismodell besonders problematisch, da sie die Räume nur an etwa 20 bis 40 Tagen im Jahr heizen.
Ostergottesdienst verlegt – Konzerte mit Profimusikern fallen aus
Statt in der großen Petrikirche finden die Ostergottesdienste nun in der deutlich kleineren Schlosskirche statt. Auf Konzerte mit professionellen Musikern muss die Gemeinde vollständig verzichten. Der Grund: Die Musikinstrumente benötigen vertraglich festgelegte Mindesttemperaturen, die ohne Heizung nicht erreicht werden können. Im Winter droht damit der komplette Verzicht auf solche Veranstaltungen.
Vier große Stadtkirchen in Chemnitz betroffen – unsichere Zukunft
Nicht nur St. Petri ist von der Entwicklung betroffen. Insgesamt vier große Stadtkirchen in Chemnitz, die alle über Fernwärme beheizt werden, stehen vor denselben Schwierigkeiten. Noch ist unklar, ob die Gemeinden dauerhaft auf beheizte Kirchenräume verzichten müssen. Die Energiekrise stellt damit den gewohnten Betrieb traditionsreicher Gotteshäuser grundlegend infrage.
Chemnitzer Kirche muss Ostergottesdienst ausfallen lassen | FREIE WELT