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Schüler mit Migrationshintergrund liegen im aktuellen PISA-Test in Naturwissenschaft mehr als drei Lernjahre hinter ihren autochthonen Altersgenossen. Diese Zahl schockiert Bildungsexperten und politische Beobachter.
Rückstand über dem internationalen Schnitt
Getestet wurde im Frühjahr 2025, die Ergebnisse liegen seit 8. September 2026 vor. In Naturwissenschaft trennen Schüler mit Migrationshintergrund 67 PISA-Punkte von Altersgenossen ohne diesen Hintergrund. Rund 20 Punkte entsprechen etwa einem Lernjahr – der Rückstand liegt damit bei mehr als drei Schuljahren. Im OECD-Schnitt beträgt dieselbe Lücke 43 Punkte. Ein Grund liegt im Elternhaus: Fast die Hälfte der Schüler mit Migrationshintergrund kommt aus bildungsfernen Familien mit wenig Geld, im OECD-Schnitt ist es ein Drittel.
Versprochen wurde etwas anderes
Jahrelang hieß es, Zuwanderung bringe Köpfe und Dynamik. Die Realität nach Jahren der Massenzuwanderung ist ein Rückstand von mehr als drei Lernjahren – auch bei Kindern, die hier aufwachsen. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) spricht von „Licht und Schatten“ und vom „internationalen Spitzenfeld“. Die Lücke bleibt.
Kein Betriebsunfall
26 Prozent der Getesteten sprechen zu Hause kein Deutsch. Die Lücken nach Sprache bleiben auch nach Abzug des Sozialstatus groß. Das IQS (Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen) nennt den Ausgleich dieser Unterschiede weiter ein zentrales Handlungsfeld. Nach Jahrzehnten Integrationsrhetorik ist das kein Randproblem.