„Christian … ähm …“: Merz vergisst Namen von ÖVP-Kanzler Stocker

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) – hier neben Petteri Orpo und Mette Frederiksen – hatte sichtliche Probleme mit den Namen seiner Gäste.
Foto: Screenshot Phoenix

Es sind nur wenige Sekunden, aber sie zeigen, wie wenig Bekanntheit ÖVP-Kanzler Christian Stocker im Ausland genießt: Als Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz in Berlin die europäischen Regierungschefs begrüßte, bleibt der deutsche Bundeskanzler bei Österreich hängen. „Bundeskanzler Christian … ähm …“ – dann folgte eine Pause. Der Nachname von Christian Stocker kam ihm nicht über die Lippen.

Dabei wäre Hilfe eigentlich nicht weit gewesen: Stocker stand während des Auftritts direkt neben Merz. Der kurze Versprecher beziehungsweise Hänger dürfte deshalb für einige Schmunzler gesorgt haben.

Dänemark und Finnland kein Problem

Zuvor nannte Merz unter anderem Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Finnlands Regierungschef Petteri Orpo. Auch dabei hatte der CDU-Vorsitzende Probleme, machte aus Orpo „Ortop Olop“, Frederiksen begrüßte er als „Ministerpräsidentin aus Däne“.

Stocker direkt neben Merz

Besonders kurios macht die Szene die unmittelbare Nähe der beiden Regierungschefs. Stocker musste nicht erst gesucht oder vorgestellt werden – er stand während der Pressekonferenz unmittelbar neben seinem deutschen Amtskollegen.

Der Anlass des Treffens war zudem alles andere als nebensächlich. Deutschland, Österreich, Dänemark und Finnland beraten über den nächsten mehrjährigen EU-Finanzrahmen für 2028 bis 2034. Gemeinsam treten die Staaten für einen sparsameren EU-Haushalt ein.

Damit ging es in Berlin um Milliarden und um eine Frage, die für die Nettozahler der Europäischen Union durchaus Gewicht hat: Wie viel Geld soll Brüssel künftig ausgeben – und wie viel sollen die Mitgliedstaaten dafür aufbringen?

Österreich und Deutschland bei EU-Budget auf einer Linie

Gemeinsam mit Dänemark, Finnland, den Niederlanden und Schweden drängt Österreich auf deutliche Kürzungen gegenüber dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen langfristigen Budget für 2028 bis 2034. Die sechs Nettozahler sprechen sich gegen neue gemeinsame EU-Schulden aus.

Unzensuriert

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