Peinlich und gefährlich: Hackerangriff trifft Berliner Senatsverwaltung; zwei Behörden vom Landesnetz getrennt, Krisenstab eingerichtet, Ermittlungen laufen

Medforth AI

Teile der Berliner Verwaltung sind Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die Senatskanzlei bestätigte am Montag, dass forensische Untersuchungen eine Kompromittierung des Landesnetzes ergeben haben.

Betroffen sind die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz.

Entdeckung und sofortige Maßnahmen: Jetzt wird nur noch telefonische kommuniziert

Der Angriff fiel im Rahmen forensischer Analysen auf. Beide Verwaltungen wurden bereits am vergangenen Freitag aus Sicherheitsgründen vom Berliner Landesnetz isoliert, um weiteren Schaden zu verhindern. Seitdem sind sie weitgehend vom Internet abgeschnitten. Die Kommunikation nach außen läuft derzeit vor allem telefonisch. Mitarbeiter berichteten, dass Homeoffice praktisch nicht möglich sei und die Arbeit stark eingeschränkt werde. Einige sprachen von einer faktischen Arbeitsunfähigkeit ohne E-Mail und Internetanbindung.

Behörden und Norfall-Krisenstab reagieren: Aber genau Angaben gibt es noch nicht

Das Landeskriminalamt, die Staatsanwaltschaft Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sind eingeschaltet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Gleichzeitig nahm ein Notfallkrisenstab unter Leitung des Landesbevollmächtigten für Informationssicherheit des Landes Berlin seine Arbeit auf. Er koordiniert die Absicherung des Netzes und die weiteren forensischen Untersuchungen. Die Senatskanzlei betonte, aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine detaillierten Angaben zu Ausmaß und Hintergründen machen zu können.

Offene Fragen zu Daten und Tätern: Man tappt noch im Dunkeln

Ob und in welchem Umfang Daten abgeflossen sind, bleibt offiziell unklar. Medienberichte deuten darauf hin, dass sensible Informationen betroffen sein könnten. Wer hinter dem Angriff steckt, ist bislang unbekannt. Die Behörden sprechen von einem IKT-Vorfall, also einem Vorfall, der die Sicherheit von Netzwerken und Informationssystemen beeinträchtigt und Auswirkungen auf Verfügbarkeit, Authentizität oder Vertraulichkeit von Daten haben kann.

Die betroffenen Häuser unter Senator Christian Gaebler und Senatorin Ute Bonde bleiben vorerst nur eingeschränkt erreichbar. Alle beteiligten Stellen arbeiten nach Angaben der Senatskanzlei mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Sicherheit des Landesnetzes.

FREIE WELT

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