Berlin opfert Deutsche Oper für den Afrofuturismus – Die Deutsche Oper in Berlin mag diesen Namen zwar noch tragen – aber Oper gehört der Vergangenheit an

Mit der neuen Saison, die im September beginnt, setzt der renommierte Veranstaltungsort neue Maßstäbe. Zum Beispiel das „afro-futuristische“ Musiktheaterstück „Sunville“. Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe von “Überlebenden des Meeres, Flüchtlinge, Exilanten”, die auf einer Insel schiffbrüchig sind und nach Angaben des Opernhauses dort eine neue Gesellschaft “aus dem Nichts” bauen.

Zwei Figuren stechen hervor: der amerikanische Jazzmusiker Sun Ra, der „führende Denker des Afrofuturismus als Antwort auf allgegenwärtigen Rassismus“, wie auf der Website der Deutschen Oper steht, und der deutsche Komponist Karlheinz Stockhausen. Beide teilen eine Faszination für „interplanetare Schwingungen“, aus der sie eine neue Ordnung begreifen.

Für diejenigen, die eine detailliertere Erklärung wünschen, bietet die Berliner Staatsoper (BSO) weitere Einblicke: „Afrofuturismus“ verbindet Elemente der Science-Fiction mit afrikanischen Kulturtraditionen. Das Werk versteht diese Kunstbewegung als eine Form des „Widerstands durch Vorstellungskraft“ und sucht, basierend darauf, neue Perspektiven. Auch der kongolesische Schriftsteller Fiston Mwanza Mujila spielt eine zentrale Rolle. Er führt das Publikum in eine “Zone, in der afrikanische Kosmologien, schwarze Science-Fiction und beißende Satire kollidieren”.

Aber das Problem ist, dass es keine einzige Zahl für die Kulturen oder Rassengruppen in Afrika gibt. Der Kontinent hat mehr als 3.000 verschiedene ethnische Gruppen und über 2.000 gesprochene Sprachen, viele von ihnen sind anderen Gruppen feindlich gesinnt. Jede Gruppe hat einzigartige Traditionen und unterschiedliche soziale Regeln. Die Vorstellung, dass das Projekt der BSO eine harmonische neue Ordnung schaffen würde, ist im Extremfall naiv.

Bereits 2023 wurden schätzungsweise 40 Millionen Afrikaner gewaltsam vertrieben (intern vertriebene Menschen, Flüchtlinge und Migranten), mehr als doppelt so viel wie 2016. Aus Sicht sind 40 Millionen gewaltsam vertriebene Menschen mehr als die Bevölkerung von Angola, Ghana oder Marokko.

Der Schwerpunkt liegt also vermutlich auf der kulturellen „Kollision“. Schönheit ist schon lange keine Voraussetzung mehr in deutschen Theatern. Musikalisch verspricht die Berliner Produktion eine Mischung aus verschiedenen Stilen, vom Jazz über zeitgenössische Kompositionen bis hin zur sogenannten „Griyo-Tradition“, die ihre Wurzeln entweder in Haiti oder alternativ in Westafrika hat. Es bleibt die Frage, ob oder warum Berlin das braucht. Aber das ist völlig irrelevant – schließlich bezahlt der Steuerzahler die Rechnung für Deutschlands stark subventionierte Theater.

freewestmedia

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