Frei.Wild-Schultüte sorgt in Deutschland für Wirbel

Fröbel-Grundschule 3 Schwarzer Weg – Google Maps

Eine Schultüte mit dem Logo der Südtiroler Rockband Frei.Wild hat in Deutschland für Diskussionen gesorgt. Wie aus einem Schreiben einer Schule in Sachsen-Anhalt hervorgeht, wurde den Eltern eines Erstklässlers mitgeteilt, dass eine Schultüte mit Bezug zur Deutschrockband bei der Einschulungsfeier nicht zugelassen sei.

Symbolbild UT24

Ein Fall, der für Kopfschütteln sorgt

Ein Schreiben, das mittlerweile in sozialen Netzwerken kursiert und von Frei.Wild-Frontmann Philipp Burger veröffentlicht wurde, stammt aus dem Umfeld der Fröbel-Grundschule in Coswig (Sachsen-Anhalt). Darin heißt es, Materialien und Symbole, die im schulischen Kontext sichtbar seien – dazu zählten auch Schultüten –, müssten „kindgerecht, wertschätzend sowie politisch und weltanschaulich neutral“ sein.

Zur Begründung führt die Schule weiter aus, Frei.Wild werde „öffentlich als umstritten und teils rechtsorientiert eingeordnet“. Entsprechende Bezüge seien deshalb mit dem Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule nicht vereinbar. Die Einschulung sei eine schulische Veranstaltung, bei der darauf geachtet werden müsse, dass keine Inhalte gezeigt würden, die andere verunsichern, ausgrenzen oder zu Konflikten führen könnten.

Den veröffentlichten Nachrichten zufolge darf der betroffene Schüler die Schultüte zwar mitbringen, allerdings nicht während der offiziellen Feier oder im Schulgebäude verwenden, sondern erst außerhalb des schulischen Rahmens.

Philipp Burger reagiert mit deutlicher Kritik

Frei.Wild-Sänger Philipp Burger griff den Fall auf seiner Facebook-Seite auf und reagierte mit Ironie. Dass eine Schultüte mit dem Bandlogo als problematisch angesehen werde, bezeichnete er als absurd.

Leicht ironisch schrieb Burger, man könne sich kaum vorstellen, „was passieren könnte, wenn ein Erstklässler mit Werten wie Zusammenhalt, Loyalität, Familie, Respekt und Rückgrat eingeschult würde“.

Zugleich kritisierte er die Entscheidung der Schule als Ausdruck einer überzogenen Debattenkultur in Deutschland. Den Eltern sprach er seine Unterstützung aus und kündigte an, dem Schulanfänger einige Frei.Wild-Shirts zukommen zu lassen.

unsertirol24

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