Frankreich: Unter den Rufen „Allah Akbar“ betrat ein Mann tunesischer Herkunft am Osterwochenende eine Kirche, warf Gegenstände um und brachte eine Gläubige zu Boden

L’église Saint-Clément d’Arpajon. Wikimedia Commons, Cyrilb1881, CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0

Am Nachmittag des Samstags, dem 4. April, wurde Aymen B., ein in Tunesien geborener Mann, festgenommen, nachdem er die Kirche Saint-Clément in Arpajon im Departement Essonne betreten und mehrfach „Allah Akbar“ gerufen hatte, wie Valeurs actuelles aus Polizeikreisen erfuhr.
Er kniete nieder, bevor er sich auf den Boden legte, um zu beten, stand dann wieder auf und warf mehrere Gegenstände um. Der 1982 geborene Verdächtige, der unbewaffnet war, stieß sogar eine Gläubige in der Kirche um. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich vier Personen, darunter der Priester, im Gebäude.

Es war übrigens der Priester, der sofort die Polizei alarmierte. Nach seiner Festnahme wurde Aymen B. einer psychiatrischen Untersuchung unterzogen, die zu dem Ergebnis kam, dass er zurechnungsfähig ist. Auch seine Wohnung wurde durchsucht. Diese Durchsuchung blieb zwar erfolglos, doch der Mann hatte eine große Menge Cannabis konsumiert. Der Mann gab übrigens zu, dass er von einem momentanen Wahnsinn befallen worden sei, und räumte ein, dass er kurz vor der Tat einen Joint geraucht hatte. Aymen B. behauptete anschließend, sich seiner Tat nicht bewusst gewesen zu sein.

Bei der Durchsuchung seines Mobiltelefons stellten die Beamten fest, dass er interessante Suchanfragen durchgeführt hatte. So hatte der Mann im Internet insbesondere „Al Jazeera“ und „Bin Laden“ eingegeben. Er wurde in Gewahrsam genommen, bevor dieser wieder aufgehoben wurde.

Valeurs actuelles