Ein mutmaßlicher Fall schwerer Gewalt gegen eine Frau sorgt in Niederösterreich für Entsetzen.
Importierte Gewalt im Einwanderermilieu
Ein 28-jähriger Afghane steht im Verdacht, seine Lebensgefährtin Mitte Mai in einem Mehrparteienhaus in St. Pölten massiv verletzt zu haben. Die Frau, ebenfalls aus Afghanistan stammend und etwa gleich alt, wurde dabei schwer verwundet.
Nach bisherigem Ermittlungsstand soll der Mann zu einem Messer gegriffen und versucht haben, der Frau eine Brustwarze abzutrennen. Die verletzte Frau konnte zu einem Nachbarn flüchten, der daraufhin die Polizei verständigte. Sie wurde anschließend in einem Krankenhaus behandelt.
Ermittlungen laufen
Der Verdächtige wurde festgenommen und befindet sich seit 19. Mai in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittelt wegen schwerer Körperverletzung. Darüber hinaus steht auch der Vorwurf der Vergewaltigung im Raum.
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, weitere Zeugen sollen einvernommen werden. Der Beschuldigte soll sich bislang teilweise geständig gezeigt haben. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
FPÖ: Bespiel für verfehlte Migrations- und Integrationspolitik
Politisch reagierte die FPÖ Niederösterreich mit scharfen Worten auf den Fall. Landesparteiobmann und LH-Stellvertreter Udo Landbauer sprach in einer Aussendung von einem Beispiel für eine verfehlte Migrations- und Integrationspolitik:
Das ist das Ergebnis importierter Gewalt aus Afghanistan und anderer muslimischer Länder.
Forderung nach Remigration
Landbauer stellt die Integrationsfrage grundsätzlich infrage:
Wobei sich in so einem Fall die Integrationsfrage gar nicht mehr stellt, solche Personen haben in Österreich nichts verloren. Das ist der klassische Fall für Remigration.
Zu viele Opfer der „Willkommenspolitik“
Zudem richtete Landbauer seine Kritik direkt an Innenminister Gerhard Karner von der ÖVP. Er fragt:
Was muss denn noch alles passieren, bis ÖVP-Innenminister Karner endlich die Asylnotbremse zieht und dafür Sorge trägt, dass kein einziger Asylwerber mehr ins Land kommt?
Abschließend hielt der niederösterreichische FPÖ-Chef fest: „Es reicht – zu viele Frauen und Kinder wurden bereits Opfer der ungezügelten Willkommenspolitik.“
In der politischen Debatte um das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Sachsen-Anhalt dreht sich derzeit alles um die Frage, ob die Partei nach der Landtagswahl einer von der AfD geführten Regierung den Weg ebnen könnte. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt jedoch ein weiteres mögliches Szenario. Ausgerechnet die Strategie des BSW könnte dazu beitragen, dass der CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze als Ministerpräsident einer Minderheitsregierung im Amt bleibt.
Aktuellen Umfragen zufolge würde die AfD in Sachsen-Anhalt rund 38 der 83 Mandate erhalten. CDU, SPD und Linke kämen gemeinsam auf etwa 40 Sitze. Das BSW läge knapp über der Fünfprozenthürde und könnte mit fünf Mandaten in den Landtag einziehen. Damit würde die Partei von Sahra Wagenknecht in einer Schlüsselposition landen. Ohne ihre Stimmen verfügt weder das AfD-Lager noch die Gesamtheit der übrigen Parteien über eine komfortable Mehrheit. Die theoretische Sitzverteilung zeigt, dass die Bildung einer Mehrheit entscheidend davon abhängen könnte, wie sich das BSW bei der Wahl des Ministerpräsidenten verhält.
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat bereits angekündigt, dass ihre Partei weder CDU-Kandidat Sven Schulze noch andere von den bisherigen Parteien aufgestellte Regierungschefs zu unterstützen werde. Sie wirbt stattdessen für einen parteiunabhängigen Regierungschef, der mit wechselnden Mehrheiten regieren soll. Gegenüber der Bild erklärte sie: „Mit einer Stimme für das BSW wird die Brandmauer abgewählt.“
Auch die Bundesvorsitzenden Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi machten deutlich, dass das BSW ausschließlich einen Kandidaten unterstützen werde, der von allen Parteien akzeptiert wird. Sollte ein solcher Vorschlag scheitern, werde man sich enthalten. Die Aufgabe des BSW bestehe demnach nicht darin, „einfach nur Mehrheitsbeschaffer zu sein – egal, für welche Seite“.
In der öffentlichen Debatte entsteht häufig der Eindruck, eine Enthaltung des BSW könnte automatisch einen AfD-Ministerpräsidenten ermöglichen. Dieses Szenario setzt jedoch voraus, dass die AfD mehr Mandate als CDU, SPD und Linke zusammen im Landtag erringt. Nach den derzeitigen Umfragen ist genau das jedoch nicht der Fall. CDU, SPD und Linke würden gemeinsam über 40 Sitze verfügen, die AfD hingegen nur über 38.
FREILICH-Redakteur Bruno Wolters verweist deshalb auf eine andere Konsequenz der BSW-Strategie: „Wenn das BSW nicht mit der AfD in einer Koalition regieren will und den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Siegmund nicht wählen wird (angenommen, es gibt keine absolute Mehrheit für die AfD), dann gibt es einen CDU-Ministerpräsidenten mit einer Minderheitsregierung aus CDU-SPD-Linkspartei“, schreibt er auf X. Weiter argumentiert er: „Denn im dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit – und die haben CDU, SPD und Linke laut der letzten Wahlumfrage mit 40 zu 38 Mandaten.“
Ich verstehe nicht, wieso das BSW diese vollkommen irreführende politische Kommunikation betreibt.
Es sieht nämlich so aus: Wenn das BSW nicht mit der AfD in einer Koalition regieren will und den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Siegmund nicht wählen wird (angenommen, es gibt… https://t.co/Vybi5e5S3spic.twitter.com/T8qIj7R6hl
Gerade weil das BSW sowohl eine Zusammenarbeit mit der AfD als auch die Wahl eines CDU-Ministerpräsidenten ausschließt, ergibt sich ein politisches Paradoxon. Verweigert die Partei beiden Lagern ihre Unterstützung und enthält sich im entscheidenden Wahlgang der Stimme, könnten CDU, SPD und Linke gemeinsam die größere Stimmenzahl hinter sich vereinen. In diesem Fall würde nicht die AfD, sondern die CDU von der BSW-Strategie profitieren. Sven Schulze könnte mit einer Minderheitsregierung im Amt bleiben, obwohl das BSW seinen Sturz zum Ziel erklärt hat.
Wolters formuliert deshalb einen grundsätzlichen Einwand gegen die Kommunikation der Wagenknecht-Partei: „Mit der Ankündigung, Siegmund – für den die AfD seit Monaten Wahlkampf macht und den die AfD nicht auswechseln wird – nicht zu wählen, hat man den Wählern in Sachsen-Anhalt eigentlich schon klargemacht, dass sie das BSW nicht wählen müssen.“
Innerhalb des BSW wird diese Strategie hingegen als demokratische Alternative zu festen Regierungsbündnissen dargestellt. Der BSW-Landtagsabgeordnete Christian Dorst schrieb dazu auf X: „Wir werden natürlich weder das eine noch das andere tun. Ein Ministerpräsident ohne eigene parlamentarische Mehrheit hat nur eingeschränkte Macht, ein Zustand der deutlich mehr Demokratie verheißt als dieses 5 Jahre durchregieren. Das gilt in beiden theoretischen Fällen.“ Zugleich betonte er: „Es sind im übrigen zuallererst die ihr Wahlrecht wahrnehmenden Wähler, die in erster Linie ‚zur Macht verhelfen‘.“ Fest steht: Sollte das BSW den Einzug in den Landtag schaffen, dürfte die Partei eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung spielen.
Während das Establishment uns bezichtigt „der AfD zur Macht zu verhelfen“, tröten AfD und ihr Vorfeld tagein tagaus wir würden „dem Altparteien-Kartell zur Macht verhelfen“.
Wir werden natürlich weder das eine noch das andere tun. Ein Ministerpräsident ohne eigene… pic.twitter.com/O81NmDcZYM
Am Montagnachmittag, den 18. Mai 2026, ist ein Mehrfamilienhaus an der James-von-Molke-Straße in Görlitz eingestürzt. Dabei kamen drei Menschen um ihr Leben. Wir berichteten. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft zur Ursache dauern weiter an und gehen in alle Richtungen.
Ermittlungen und Festnahme
Die den laufenden Einsatz begleitenden Ermittlungen führten zwischenzeitlich zur Festnahme von zwei Personen, die im Verdacht stehen, die Rohrleitungen im Einsturzhaus beschädigt und/oder manipuliert zu haben.
Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung.
Das Wort Sprengstoff ist dabei im Tatbestand nur beispielhaft genannt. Zur Erfüllung des Tatbestandes reicht jede plötzliche Ausdehnung von Gasen oder Dämpfen aus, die eine plötzliche Kraftentfaltung bewirkt. Es kommt also rein auf den physikalischen Vorgang der Explosion an, nicht auf das verwendete Material.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 27-jährigen polnischen sowie einen 33-jährigen afghanischen Staatsangehörigen. Beide befinden sich in anderer Sache – also nicht wegen der hier verfahrensgegenständlichen Tat – in Untersuchungshaft.
Nach aktuellem Erkenntnisstand waren die beiden Tatverdächtigen in den Montagnachmittagsstunden des 18. Mai 2026 im Bereich der Stadt Görlitz an der Augustastraße, Emmerichstraße, Kleine Konsulstraße, Konsulstraße, Theodor-Körner-Straße, Schillerstaße und James-von-Moltke-Straße unterwegs und befanden sich auf der Suche nach stehlenswertem Gut. Dabei hatten sie es unter anderem auf Fahrräder, Schrott sowie Buntmetalle abgesehen.
In diesem Zusammenhang prüften sie an diversen Haustüren, ob sich diese öffnen ließen, um in die Hausflure beziehungsweise Keller zu gelangen. Inzwischen ist bekannt, dass sich die beiden Männer auch Zutritt zum Haus James-von-Moltke-Straße 21 verschafften. Was nach dem Betreten des Anwesens in diesem passierte, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Diese sind durch den Einsturz des Gebäudes und die zunächst erforderliche Beräumung des Trümmerfeldes erschwert. Bisher ist daher die Begehung der Kellerräume noch nicht möglich.
Öffentlichkeitsfahndung
Bei der James-von-Moltke-Straße handelt es sich um eine größere Straße, die viel befahren und begangen das Stadtzentrum von Görlitz mit den südlich gelegenen Stadtteilen verbindet und für Fahrten aus und in Richtung Zittau genutzt wird. Zudem befindet sich unweit des eingestürzten Hauses eine Bushaltestelle.
Polizei und Staatsanwaltschaft bitten die Bevölkerung, insbesondere auch Touristen, die die Stadt besuchten, bei den weiteren Ermittlungen zum Tatverdacht gegenüber den beiden Personen um Mithilfe. Die Tatverdächtigen sollen wie folgt bekleidet gewesen sein:
Tatverdächtiger 1 Bartosz K.Tatverdächtiger 2 Zolmai K.
Beschreibung der === mutmaßlichen === Bekleidung vom 18.05.2026:
– Basecap, schwarz mit schwarzem »Panther – Kopf« – Logo mit gelben Augen in rotem Hintergrund – schwarze Kapuzenjacke – weißes oder grünes T – Shirt – schwarze oder blaue Hose (Jeans oder Jogginghose) – Turnschuhe, weiß – blau (Petrol), Marke: Puma
Die Polizei geht davon aus, dass sich die Tatverdächtigen am Montag, den 18. Mai 2026 im Bereich der Innenstadt Görlitz aufgehalten beziehungsweise bewegt haben. In diesem Zusammenhang könnte es auch zu Grenzübertritten (Zgorzelec/Görlitz) gekommen sein.
Polizisten kamen in der Nacht zu Montag im Ortsteil Sonnenberg wegen einer körperlichen Auseinandersetzung zum Einsatz, bei welcher zwei Männer leicht verletzt wurden.
Nach derzeitigem Kenntnisstand sollen in einem Lokal in der Zietenstraße zunächst zwei Männer (30/indisch, 31/lybisch) mit einem 22-Jährigen in Streit geraten sein. In der Folge mündete die Streitigkeit in Handgreiflichkeiten, wobei der 31-Jährige dem 22-Jährigen mit einer Glasscherbe eine Schnittverletzung an einem Arm zufügte. Alarmierte Beamte stellten die beiden Tatverdächtigen noch am Ort des Geschehens. Der 31-Jährige wies ebenso leichte Verletzungen auf. Hinzugerufene Rettungskräfte brachten diesen sowie den 22-jährigen Geschädigten zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den indischen und lybischen Tatverdächtigen aufgenommen.
Während tausende Rentner Flaschen sammeln müssen, um über die Runden zu kommen, bestraft der Staat den, der es ehrlich meldet. Bild: Medforth AI
Ein 75-jähriger Rentner aus Hamburg-Altona wollte seine schmale Rente und Grundsicherung mit ehrlicher Arbeit aufbessern. Er sammelte Pfandflaschen, nahm im September 58,25 Euro ein und meldete den Betrag ordnungsgemäß dem Bezirksamt Altona. Die Behörde reagierte prompt: Sie kürzte seine Grundsicherung um genau diesen Betrag.
Der Mann, der in Medienberichten als Hans S. geführt wird, sah sich plötzlich mit weniger Geld konfrontiert, obwohl er selbst aktiv geworden war. Der Fall, der zuerst vom Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt bekannt gemacht wurde, sorgte für breite Empörung.
Behörde lockert Regelung – nur für ihn
Nach der öffentlichen Kritik prüfte das Bezirksamt Altona den Vorgang erneut. Nun darf Hans S. künftig bis zu 50 Euro monatlich aus dem Sammeln und Einlösen von Pfandflaschen behalten, ohne dass dieser Betrag auf seine Grundsicherung angerechnet wird. Die Regelung gilt ausdrücklich nur für diesen Einzelfall und setzt voraus, dass der Rentner seine Einnahmen durch Kassenbons nachweist.
Bezirksamtssprecher Mike Schlink erklärte gegenüber der Bild–Zeitung, dass die Sachbearbeiter eine Einzelfallprüfung vornehmen. Hans S. soll nach bisherigen Informationen der einzige Hamburger sein, der solche Einkünfte offiziell angegeben hat. Die ursprüngliche Kürzung wurde damit für die Zukunft angepasst, das bereits abgezogene Geld blieb jedoch nicht in allen Berichten vollständig thematisiert.
„Es geht nicht nur um mich“
Hans S. selbst äußerte sich zu dem Fall:
Es geht nicht nur um mich. Ich kenne keinen Leistungsbezieher, der nichts dazuverdienen muss.
Der Rentner hatte zuvor auch kleinere Beträge wie 11,75 Euro gemeldet, die ebenfalls abgezogen worden sein sollen. Viele Rentner in Deutschland sind auf solche Zuverdienste angewiesen, weil ihre Altersbezüge nicht reichen. Das Pfandsammeln gilt als harte, körperliche Tätigkeit, die vor allem ältere Menschen in Großstädten ausüben. Der Staat finanziert die Grundsicherung im Alter aus Steuermitteln und sieht Pfandeinnahmen grundsätzlich als anrechenbares Einkommen nach Paragraf 82 SGB XII.
Politische Reaktionen und Einzelfall
Die Bezirksversammlung Altona hatte sich mit Beteiligung verschiedener Fraktionen für eine wohlwollendere Handhabung ausgesprochen. Die Hamburger Sozialbehörde verteidigte zunächst die strenge Anrechnung, verwies jedoch auf Einzelfallprüfungen. Eine allgemeine Freigrenze für alle Pfandsammler wurde nicht eingeführt.
Am gestrigen Tag gegen 13:15 Uhr wurde das Bundespolizeipolizeirevier am Chemnitzer Hauptbahnhof telefonisch über eine Körperverletzung am Bahnhof Flöha informiert. Eine Streife begab sich unmittelbar zum Ereignisort.
Am Bahnsteig 1 konnte die Geschädigte eine 27-jährige Libanesin fest- gestellt werden. Sie gab an im Personentunnel von einer männlichen Person angegriffen und getreten worden zu sein. Da die 27-Jährige über starke Schmerzen im Bauch klagte, wurde ein Rettungswagen angefordert. Währenddessen erschien am Bahnsteig 1 eine männliche Person, welche durch die Geschädigte als Täter identifiziert werden konnte. Dabei handelt es sich um einen 30-jährigen irakischen Staatsangehörigen.
Die 27-Jährige wurde durch die Retter in ein Krankenhaus verbracht. Der 30-Jährige erhielt eine Anzeige wegen Körperverletzung. Die Ursache des Angriffs ist derzeit noch unbekannt und Gegenstand weiterer Ermittlungen.
„Wir schaffen das.” Drei Worte, die die deutsche Politik für immer verändert haben, gesagt von Angela Merkel im Jahr 2015 mitten in der Flüchtlingskrise. Und genau diese drei Worte hat Bundeskanzler Friedrich Merz jetzt aus der Schublade geholt auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern.
Merz, der seinen gesamten politischen Aufstieg auf dem Versprechen gebaut hat, das genaue Gegenteil von Angela Merkel zu sein, zitiert nun ausgerechnet ihren berühmtesten und umstrittensten Satz. Kein Big Bang in der Reformpolitik, keine große Kehrtwende, kein Tag der Entscheidung: Stattdessen Durchhalteparolen und Beschwörungsformeln.
Doch dabei bleibt es nicht. Merz stellt die AfD in die „Tradition des schlimmsten Unrechts” der deutschen Geschichte. Nahezu 30 Prozent der Deutschen, die laut Umfragen die AfD wählen würden, werden damit indirekt mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte in Verbindung gebracht.
Gleichzeitig verabschiedet sich Merz in derselben Rede von einem Versprechen, das er selbst über Monate hinweg gemacht hat: Der große Reformschlag, der „Big Bang“, wird nicht kommen. Und wer ihn erwartet, sei selbst schuld für das, was bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern am 6. und 20. September folgen könnte.
Während Merz auf der Bühne spricht, sorgt Philipp Amthor für einen eigenen Moment: Als der Applaus nach der Rede spärlich ausfällt, springt der Staatssekretär auf, um Standing Ovations zu erzwingen und wird damit zum unfreiwilligen Symbol einer Partei, die in Mecklenburg-Vorpommern gerade bei zehn Prozent liegt.
Was ist los mit Friedrich Merz? Wie erklärt sich dieser Satz? Und was sagen Merz’ Auftritte über den Zustand der CDU kurz vor wichtigen Landtagswahlen?
Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt, die stellv. NIUS-Chefredakteurin Pauline Voss und Reporter-Legende mit Moderator Alexander Kissler über das Thema.
Ein nächtlicher Raubversuch auf dem Parkplatz des Eurospar in Milland ist in einer schweren Gewalttat geendet. Ein 22-jähriger Tunesier wurde von den Beamten der Ordnungskräfte festgenommen, nachdem er einen Einheimischen mit einem Messer im Brustbereich verletzt haben soll.
Nach Angaben der Ermittler sprach der obdachlose Tunesier, der den Ordnungshütern bereits bekannt war, zwei Passanten an und versuchte, ihnen gewaltsam eine Bierflasche und ein Fahrrad abzunehmen. Dabei bedrohte er zunächst einen der Männer mit dem Tod.
Als sich ein 20-Jähriger aus Natz-Schabs zur Wehr setzte, zog der Nordafrikaner ein Messer und stach ihm in die Brust. Anschließend flüchtete er zu Fuß durch die umliegenden Straßen.
Die alarmierten Beamten der Ordnungskräfte leiteten sofort eine Fahndung ein und sperrten mögliche Fluchtwege ab. Wenige Minuten später konnte der Verdächtige in der Rienzpromenade gestellt werden. Laut den Ermittlern trug er noch blutverschmierte Kleidung und hatte das mutmaßliche Tatmesser bei sich.
Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten zudem 0,13 Gramm Kokain. Das Messer sowie die Kleidung des Verdächtigen und der beiden Opfer wurden sichergestellt.
Der verletzte 20-Jährige wurde umgehend ins Krankenhaus Brixen gebracht. Dort stellten die Ärzte eine Schnittverletzung an der linken Brustseite fest. Lebensgefahr bestand glücklicherweise nicht. Die Heilungsdauer wird auf rund 20 Tage geschätzt.
Der 22-jährige Tunesier wurde festgenommen und bis zur Vorführung vor den Haftrichter in Gewahrsam genommen. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Tat dauern an.
Am Samstagnachmittag, gegen 15:50 Uhr hielt sich ein 12-jähriger Gelsenkirchener Junge mit einem Freund auf dem Schulhof der Lindenschule, Urbanusstr. 25 in Gelsenkirchen-Buer, auf. Als sie sich auf dem dortigen Klettergerüst befanden, sollen fünf Jugendliche hinzugekommen sein. Zunächst sollen diese den 12jährigen nach Geld gefragt haben. Als dieser verneinte, wurde er festgehalten und einschüchternd aufgefordert, seine Geldbörse aus der Hosentasche zu holen. Zunächst weigerte sich der Geschädigte, kam aber aus Angst dann der Forderung nach. Ein Tatverdächtiger entriss dem Jungen die Börse und entnahm fünf Euro. Anschließend flüchteten die fünf Jugendlichen gemeinsam auf der Urbanusstr. in östliche Richtung. Die Haupttäter können wie folgt beschrieben werden:
Tatverdächtiger 1:
ca. 170-175 cm, 14-15 Jahre, schlank, südl. Phänotyp, bekleidet mit schwarzer Hose, Pulli, Schuhe und Gucci-Cap; zudem eine Gucci-Bauchtasche
Tatverdächtiger 2:
ca. 175-180cm, 14-15 Jahre, schlank, südl. Phänotyp, schwarz gekleidet
Tatverdächtiger 3:
ca. 170-175cm, 13-14 Jahre, schlank, südl. Phänotyp, Hämatom am linken Auge, schwarz gekleidet
alle Sprachen arabisch untereinander
Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen führten nicht zum Auffinden der Tatverdächtigen. Zeugen, die weitere Angaben zum Sachverhalt und den Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat 21 unter der Rufnummer 0209 365 8120 oder bei der Kriminalwache unter der Rufnummer 0209 365 8240 zu melden.
Am Sonntagmittag wurde die Polizei zu einem eigenartigen Einsatz in die katholische Kirche Maria Königin des Friedens in Osnabrück gerufen.
Nach bisherigen Erkenntnissen suchten sechs (möglicherweise auch sieben) Männer während der katholische Messe gegen 11.40 Uhr die Kirche auf. Die Männer stellten sich in bedrohlicher Weise nebeneinander auf und unterhielten sich lautstark. Sie zeigten auf verschiedene Bereiche und einzelne Personen, was für viele Besucher einschüchternd wirkte. In der Folge bewegten sich die Männer im hinteren Bereich der Kirche und verteilten Flyer. Dabei schrien sie Ausdrücke wie “Dämon” und “Hurensöhne” oder Sätze wie “Die Kirche ist eine Hure” und “Ihr seid alle Massenmörder”.
Der Pastor und der Kirchenvorstand versuchten zu intervenieren und sprachen mehrfach ein Hausverbot aus. Ohne Erfolg. Beim Eintreffen der herbeigerufenen Polizei waren die Männer nicht mehr vor Ort. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und den Beteiligten laufen. Wer Hinweise zu dem Vorfall geben kann, wird gebeten, sich unter Telefon 0541/327-2115, -2215 oder -2515 zu melden.