Absurde Steuergeldverschwendung: 400.000 € Steuergeld zur Erforschung von rechtsextremen Kleidungsstilen

Selbst normale Kleidung kann heute schon als rechtsextrem gelten. Symbolbild: Barbour-Store.
Foto: By Nick-D – Own work, CC BY-SA 4.0

Fast 400.000 Euro an Steuergeld fließen in ein Forschungsprojekt der Wiener Akademie der bildenden Künste, das untersucht, wie sich Rechtsextremismus in der Mode ausdrückt. Finanziert wird die dreijährige Studie vom Wissenschaftsfonds FWF, der wiederum aus öffentlichen Mitteln gespeist wird.

Im Fokus stehen laut den Forschern nicht nur klassische Neonazi-Symbole wie Bomberjacken oder Springerstiefel, sondern auch moderne Kleidungsstile. Untersucht werden unter anderem, wie Exxpress berichtet, Streetwear, die „Old Money“-Ästhetik mit Polohemden sowie der „Tradwife“-Stil. Projektleiterin Elke Gaugele erklärte gegenüber der APA, rechtsextreme Gruppen würden versuchen, ihre Botschaften gezielt über Kleidung zu verbreiten. „Rechtsextreme Stile sind extrem parasitär. Sie beruhen auf Kopieren und Klauen“, sagte die Modeforscherin. Für die Untersuchung besuchte das Forschungsteam einschlägige Geschäfte in Deutschland und den USA, führte Interviews und wertete Online- sowie Bildmaterial aus.

„Grünen-“ und „Genderbashing“ über die Mode?

Besonders die „Old Money“-Ästhetik sei Teil einer Entwicklung hin zu einem unauffälligeren Erscheinungsbild. Gaugele verweist dabei unter anderem auf Polohemden und erklärt: „Dort kann man genau die Wende hin zum Hipster beobachten.“ Ziel sei es, einen neuen Stil zu verkörpern: „Wir sind alle gutaussehend, smart, hip.“

Gleichzeitig betont die Forscherin, dass sich die Kleidungsstile politischer Lager häufig ähneln. Unterschiede seien oft nur an einzelnen Symbolen, einem Haarschnitt oder bestimmten Marken erkennbar. Nach ihren Angaben würden Themen wie „Genderbashing“ oder „Grünenbashing“ zunehmend auch über Mode transportiert. Zudem werde die Entwicklung durch Trends wie „Tradwife“ und Einflüsse aus der US-amerikanischen MAGA-Bewegung verstärkt.

Steuerzahler sind fassungslos

Viele User können eine solche Verwendung von Steuergeld gar nicht nachvollziehen. Einer fragt ärgerlich: „Ticken die Auftraggeber dieser Studie eigentlich noch ganz sauber?“ Ein anderer kommentiert wütend: „Und für sowas wird auch noch unser sauer verdientes Steuergeld verschwendet! Ich bin fassungslos!“.

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