
Kanzler Friedrich Merz will, dass alleinerziehende Mütter und Väter noch härter ranklotzen. Statt mehr Unterstützung gibt’s Druck und Kürzungen. Die Wut in Deutschland wächst. Wie kann ein Kanzler nur so unempathisch sein?
Merz und seine Regierung jammern seit Monaten: Die Deutschen würden zu wenig arbeiten, Teilzeit sei “Lifestyle”, “Work-Life-Balance” schade dem Land.
Beim Unterhaltsvorschuss soll gekürzt werden: Die alleinerziehenden Mütter sollen mehr arbeiten
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will den staatlichen Unterhaltsvorschuss stark kürzen. Statt bis zum 18. Geburtstag soll das Geld nur noch bis zum 16. Geburtstag fließen. Davon wären rund 80.000 Jugendliche betroffen. Dazu kommen Änderungen beim Elterngeld, die Alleinerziehende hart treffen.
Kanzler Friedrich Merz hat die Pläne am Mittwoch auf der Sommer-Pressekonferenz verteidigt. Seine Begründung: Bei älteren Kindern können die Alleinerziehenden endlich wieder mehr arbeiten.
Alleinerziehende sind schon jetzt am Limit
Über 1,7 Millionen Alleinerziehende gibt es in Deutschland, meist Mütter, aber auch Väter. Die meisten arbeiten schon, oft in Teilzeit, weil die Kita nicht verlässlich ist oder einfach fehlt. Sie stemmen Job, Kinder, Haushalt und oft noch Pflege ganz allein. Viele kämpfen trotz Arbeit mit Armut.
Und was sagt der Kanzler? Mehr arbeiten! Viele Betroffene sind fassungslos. “Meine Schicht ist vorbei, dann geht’s zu Hause weiter bis spätabends. Wann soll ich bitte noch mehr machen?”, fragt eine alleinerziehende Mutter. Andere sprechen von Burnout und totaler Erschöpfung.
“Kinder brauchen keine kaputten Eltern!”
Die Empörung ist riesig. Sozialverbände, Betroffene und Oppositionsparteien wie die AfD wettern gegen die Pläne. Kinder bräuchten keine Eltern mit Burnout, sie brauchen Zeit und Unterstützung, heißt es überall. Statt Druck auf Alleinerziehende auszuüben, müsse die Regierung endlich mehr Kitas, flexible Jobs und echte Entlastung schaffen.