
Eine Journalistin des italienischen Senders Rete 4 hat eine Beschwerde eingereicht, nachdem sie gegen ihren Willen festgehalten und von einem Ladenbesitzer und dessen Sohn in einem halal-Metzgerei in Roubaix körperlich bedroht wurde. Der Besitzer wirft ihm vor, ohne seine Erlaubnis im Laden gefilmt zu haben, für einen Bericht über den Islam in Frankreich.
Während sie Ladenbesitzer in halal-Metzgerläden auf versteckter Kamera interviewt, sagt die Journalistin Costanza Tosi, sie sei gegen ihren Willen festgehalten und von einem Metzger und dessen Sohn in einem Laden in der Rue de Lannoy bedroht worden
Die Wahl dieser Straße verdankt nichts dem Zufall: Die Rue de Lannoy war bereits 2022 Gegenstand einer Ausgabe des Programms “Zone interdite” auf der M6 und wurde damals als Einflussgebiet für islamistischen “Separatismus” beschrieben.
Die Journalistin sagt, sie sei gewaltsam und unfreiwillig im Geschäft festgehalten worden. “Sie haben mich entführt”, sagt sie. Laut ihrer Aussage musste sie ihr Handy abgeben, um den Laden verlassen zu dürfen: “Ich sagte ihnen, dass sie die Polizei rufen könnten, wenn sie wollten, dass ich nur gehen wolle. Nach einer Weile versprachen sie mir, dass ich rauskommen könne, wenn ich mein Handy mit dem Code gebe, was ich auch tat, aber dann sagte der Metzger, dass er keines seiner Worte halte und mich immer wieder am Gehen hinderte. Sie hielten mich mehr als eine Stunde fest. Ich habe geschrien, ich habe ihnen gesagt, dass es illegal sei und sie mich gehen lassen müssten. Sein Sohn zeigte mir seine Faust und drohte, mich zu schlagen, wenn ich weiterredete oder rausging.”
Eine Version, die offenbar von anderen im Store aufgenommenen Bildern unterstützt wird. Tatsächlich ist auf den Videos der in seiner Tasche versteckten Kamera deutlich einer der beiden Männer zu hören, wie er Drohungen ausspricht: “Wallah, ich werde dir meine Rechte verpassen!”